Sunday, November 28, 2021
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„Wer den Kohleausstieg will, darf sich nicht gegen neue Gaskraftwerke stellen“


BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae warnt vor einem übereilten Ausstieg aus dieser Erdgasnutzung. Dasjenige politisch definierte Ziel dieser Klimaneutralität solange bis 2045 sei „voll ambitioniert“, sagte Andreae dem Handelsblatt. „Selbst warne davor, beliebig mit anderen Zahlen und neuen Ausstiegsdaten zu hantieren“, ergänzte sie.

Wer verschmelzen raschen Ausstieg aus dieser Erdgasnutzung fordere, spiele mit dieser Versorgungssicherheit. „Und die ist grundlegend zu Händen uns allesamt. Wer sie gefährdet, gefährdet damit gleichfalls die Grundlage dieser Annahme zu Händen den gesamten Transformationsprozess“, warnte Andreae. Klimaschutzorganisationen oder etwa die Grünen-Nachwuchsorganisation Grüne Sturm-und-Drang Zeit fordern verschmelzen Erdgas-Ausstieg im Jahr 2035.

Andreae sprach sich zu Händen eine drastische Verkürzung dieser Genehmigungsverfahren zu Händen neue Kraftwerke aus. „Die Zeitspanne von einem Vorlage solange bis zur rechtssicheren Genehmigung beträgt vier solange bis acht Jahre. Dasjenige ist so nicht o. k. und steht dem Transformationsprozess zur Klimaneutralität massiv im Weg“, sagte sie. „Um diesen Flaschenhals zu entsorgen, zu tun sein unpraktikable Vorschriften weg, die Personalausstattung dieser Genehmigungsbehörden muss merklich verbessert werden, Verwaltungsverfahren zu tun sein konsequent digitalisiert werden. Andersartig lassen sich die ehrgeizigen Ziele dieser Politik keinesfalls gelingen.“

Vorlesung halten Sie hier dasjenige gesamte Interview im Wortlaut:

Nullipara Andreae, dieser Kohle- und dieser Atomausstieg nach sich ziehen zur Folge, dass gesicherte Kraftwerksleistung wegfällt. Es zu tun sein von dort solange bis 2030 neue Gaskraftwerke qua Back-up-Lösungskonzept her. Obig welche Größenordnungen reden wir?
Dazu hat es zuletzt zahlreiche verschiedene Studien und Berechnungen gegeben. Wenn man die Ergebnisse zusammenfasst, sieht man, dass Deutschland 2030 eine installierte regelbare Kraftwerksleistung im Spannweite von 60 solange bis 75 Gigawatt (GW) gesucht. Wir  halten 68 GW  zu Händen erforderlich, die ganz in der Regel mit Gas betrieben werden. Unterdies unterstellen wir die Erforschung im Auftrag des Wirtschaftsministeriums, laut dieser gasbetriebene Kraftwerke mit einer Leistung von 15 GW neu gebaut werden zu tun sein. Unterdies handelt es sich dann um Anlagen mit Macht-Wärme-Kopplung (KWK), in denen demnach die Produktion von Strom und Wärme kombiniert wird.

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Unter einem wachsenden Mitwirkung von Wind- und Sonnenstrom werden die neuen Kraftwerke nur selten zum Pfand kommen. Es wird demnach schwergewichtig, mit den neuen Anlagen Geld zu verdienen. Welches ist zu tun?
Zu den Grundvoraussetzungen einer erfolgreichen Energiewende gehört dieser massive Zubau erneuerbarer Energien. Zusammen muss es gleichwohl drum in Betracht kommen, dasjenige hohe Vermessung an Versorgungssicherheit, dasjenige wir trendig zu verzeichnen nach sich ziehen, zu erhalten. Um dieses Ziel zu gelingen, nötig haben wir mehr vielseitige Verwendbarkeit im Gesamtsystem, gleichfalls hinauf dieser Nachfrageseite. Hinzu kommt, dass wir die Speicherkapazitäten potenzieren zu tun sein. Es ist demnach nicht so, dass Versorgungssicherheit nur durch regelbare Kraftwerke, demnach durch die sogenannte Residuallast, sichergestellt werden kann. Gewiss wenn all ebendiese Potenziale ausgeschöpft sind, bleibt ohne jede Frage ein Verlangen an regelbarer Kraftwerksleistung. Dasjenige wird nicht ohne neue Gaskraftwerke in Betracht kommen. Es muss sichergestellt sein, dass ebendiese Kraftwerke gleichfalls tatsächlich gebaut werden durch auskömmliche KWK-Grundvergütung und Kohle-Ersatzbonus.

Verlangen es weiterer Anreize?
Wir zu tun sein intensiv darüber diskutieren, ob zusätzliche Instrumente erforderlich sind oder ob die Investment in neue Kraftwerke sich zurückgezogen durch den Stromverkauf refinanzieren lässt. Entscheidend ist, dass die Kraftwerke gleichfalls wirklich am Netzwerk sind, wenn sie gebraucht werden. Viel Zeit ist nicht mehr. Es darf am Finale nicht vorbeigehen, dass die Bundesnetzagentur sich gezwungen sieht, Kohlekraftwerke in Firma zu halten, weil sich die Versorgungssicherheit des Weiteren nicht sicherstellen ließe. Wer den Kohleausstieg will, darf sich nicht gegen neue Gaskraftwerke stellen. Lichtvoll ist, dass die neuen Gaskraftwerke H2-ready sein zu tun sein, demnach hinauf den Firma mit Wasserstoff oder anderen Kohlendioxid-freien Gasen vorbereitet sind. Dasjenige muss sich nachdem unserer Überzeugung gleichfalls in dieser EU-Taxonomie widerspiegeln. Sie muss so ausgestaltet werden, dass Investitionen in moderne Gaskraftwerke, die H2-ready sind, erfasst sind.

Gibt es Vorbilder zu Händen Kapazitätsmarktmodelle in Europa, hinauf die man zurückgreifen könnte?
Die Beispiele aus dieser EU lassen sich nicht hinauf Deutschland veräußern, da geht es immer um sehr länderspezifische Lösungen. Außerdem sind die beihilferechtlichen Hürden sehr hoch. Einfache Lösungen sind von dort nicht in Sicht.

Sogar wenn die Marktbedingungen stimmen: Langwierige Genehmigungsverfahren zeugen den raschen Haftort von neuen Kraftwerken zur Herausforderung. Wie realistisch ist es demnach, dass solange bis 2030 neue Kraftwerke betriebsfähig sind?
Dasjenige ist in dieser Tat eine große Hürde. Die Zeitspanne von einem Vorlage solange bis zur rechtssicheren Genehmigung beträgt vier solange bis acht Jahre. Dasjenige ist so nicht o. k. und steht dem Transformationsprozess zur Klimaneutralität massiv im Weg. Um diesen Flaschenhals zu entsorgen, zu tun sein unpraktikable Vorschriften weg, die Personalausstattung dieser Genehmigungsbehörden muss merklich verbessert werden, Verwaltungsverfahren zu tun sein konsequent digitalisiert werden. Andersartig lassen sich die ehrgeizigen Ziele dieser Politik keinesfalls gelingen.

Muss die Spitzenlast im Inland matt werden können – oder kann man sich gleichfalls hinauf die „elektrischen Nachbarn“ verlassen?
Wir nach sich ziehen verschmelzen EU-Strombinnenmarkt, und dasjenige ist gut so. Dasjenige Zusammenwachsen dieser Energiemärkte stärkt die Versorgungssicherheit. Wir profitieren davon, wenn wir uns wechselseitig unterstützen können, etwa dann, wenn ein Kraftwerk ausfällt und dieser Strom aus dem Nachbarland kommt. Gewiss dasjenige zurückgezogen reicht nicht. Deutschland muss sich weiter anstrengen, beim Zusatz dieser Erneuerbaren voranzukommen. Wir reden obig eine Verdopplung dieser Windkraftkapazitäten und obig eine Verdreifachung dieser Photovoltaikkapazitäten solange bis 2030. Synchron nötig haben wir in Maßen gesicherte Leistung – hiermit können wir uns nicht trivial hinauf unsrige Nachbarn verlassen.

In vielen Szenarien zur Entwicklungsverlauf des Stromversorgungssystems wird davon ausgegangen, dass Deutschland gleichfalls übers Jahr betrachtet verschmelzen wachsenden Mitwirkung des benötigten Stroms aus dem Ausland importiert. Ist dasjenige okay oder eigentlich problematisch?
Man darf den Blick nicht hinauf den Stromsektor verengen. Deutschland importiert schon heute rund 80 v. H. seines Primärenergiebedarfs aus dem Ausland. Gleichwohl wenn wir unsrige Erneuerbaren-Kapazitäten drastisch zulegen, werden wir Kraft-Importland bleiben. Sehr wohl wird sich die Struktur dieser Importe wandeln. Künftig werden wir nicht mehr Öl und Erdgas importieren, sondern dekarbonisiertes Gas, etwa in Form von grünem Wasserstoff.

Klimaschutzorganisationen und bspw. die Grüne Sturm-und-Drang Zeit fordern verschmelzen Ausstieg aus dieser Erdgasnutzung ab 2035. Kann dasjenige gelingen?
Dasjenige politisch definierte Ziel ist Klimaneutralität solange bis 2045. Solange bis dorthin muss dasjenige Gas, dasjenige wir einsetzen, dekarbonisiert sein. Dieses Ziel ist voll ambitioniert. Selbst warne davor, beliebig mit anderen Zahlen und neuen Ausstiegsdaten zu hantieren. Wer so verschmelzen Ausstieg aus dieser Erdgasnutzung fordert, spielt mit dieser Versorgungssicherheit. Und die ist grundlegend zu Händen uns allesamt. Wer sie gefährdet, gefährdet damit gleichfalls die Grundlage dieser Annahme zu Händen den gesamten Transformationsprozess.

Mit Erdgas betriebene Kraftwerke und gleichfalls die gesamte Erdgasinfrastruktur nach sich ziehen den Vorteil, dass sie hinauf eine Nutzung mit Wasserstoff umgestellt werden können. Ab zu welchem Zeitpunkt wird dasjenige praktisch relevant sein?
Wir stillstehen erst am Herkunft einer grundlegenden Umwälzung. Die Hälfte meiner Zeit widme ich dieser Frage, wie wir beim Themenbereich Wasserstoff vorankommen. In den Mitgliedsunternehmen gibt es schepp durch allesamt Größenklassen beachtliche Initiativen und Projekte. Von entscheidender Wert ist in dieser Winkel dieser Gliederung dieser Transportinfrastruktur. Gleichwohl hinauf allen anderen Wellenlos dieser gesamten Wertschöpfungskette sehe ich vielversprechende Vorhaben. Es wird gleichwohl sicher noch wenige Jahre dauern, ehe dieser Hochlauf gelingt und Skaleneffekte zum Tragen kommen.

Bislang steht klimaneutraler Wasserstoff noch nicht zur Verfügung. Mit welcher Entwicklungsverlauf rechnen Sie?
Dasjenige Potenzial ist mächtig. Natürlich ist Wasserstoff nicht dieser Menschenfreund zu Händen die Gesamtheit, gleichwohl er wird die eine tragende Säule des transformierten Energieversorgungsystems werden, da bin ich mir sicher. Wir plädieren zu Händen verschmelzen breiten Konzept. Wasserstoff kann nicht nur in den Sektoren Industrie und im Schwerlast- oder Flugverkehr entscheidende Beiträge hinauf dem Weg zur Klimaneutralität liefern. Einzig seine Speicherbarkeit wird ihn mittelfristig unverzichtbar zeugen.

Gerade muss sich die Gasbranche vor allen Dingen mit dem Themenbereich Sumpfgas auseinandersetzen. Welches ist zu tun? Wie einstufen Sie die Regulierungspläne dieser EU-Kommission?
Die Sumpfgas-Strategie dieser EU-Kommission ist sinnvoll. Wir unterstützen dasjenige. Wir nötig haben eine einheitliche Datenbasis zu Händen Messung und Berichterstattung sowie mehr Transparenz. Die Industrie ist sich gewahr, dass sie nachlegen muss. Dasjenige Wiedererkennen und Reparieren von Lecks muss höhere Priorität bekommen. Unsrige Industrie in Deutschland konnte den Methanausstoß im Zeitraum 1990 solange bis 2017 schon um 40 v. H. reduzieren. Die Gasverteilnetzbetreiber und die Fernleitungsnetzbetreiber funktionieren konkret an Projekten, die zur weiteren Emissionsminderung hinzufügen.

Stichwort Gebäudesektor: In vielen Szenarien spielen elektrische Wärmepumpen eine dominante Rolle. Sind Erdgasheizungen ein Auslaufmodell?
Wir nötig haben allesamt Lösungsansätze. Wir reden in Deutschland obig verschmelzen voll heterogenen Gebäudebestand von 42 Mio. Wohnungen. In Form von dieser Bausubstanz und dieser Einkommensverhältnisse dieser Bewohnerinnen und Bewohner gibt es eine riesige Spannbreite. Selbst halte es zu Händen realistisch, die Zahl dieser elektrischen Wärmepumpen von derzeit einer Million hinauf sechs Mio. solange bis 2030 zu potenzieren. Strecke im Neubaubereich stellt die Wärmepumpe in Zusammenstellung mit Solarthermie eine sinnvolle Lösungskonzept dar. Gewiss wir sollten gleichfalls bedenken, dass wir 18 Mio. Wohnungen ans Gasnetz online nach sich ziehen. Hinzu kommen Mittelständler, die ebenfalls am Gasnetz hängen und enormen Verlangen an Wärme nach sich ziehen. Perspektiv lässt sich die Wärmeversorgung gleichfalls obig dasjenige Gasnetz dekarbonisieren. Darin steckt enormes Potenzial, sowohl im Zusatz dieser Weit weg- und Nahwärmenetze zur Versorgung mit grüner Fernwärme.

Mehr: Merkels Schlusslicht Gig qua Klimakanzlerin



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