Sunday, November 28, 2021
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Warum waren die Dresdner Juwelen nicht versichert? | Kultur | DW


Krauts Woge: männlicher Mensch Zilkens, warum waren tatsächlich die Dresdner Stücke nicht versichert?

Stephan Zilkens: Virtuell sind wir so reich, dass wir tatsächlich keine Versicherung erfordern. Welcher deutsche Staat befolgt dasjenige Prinzip jener sogenannten Eigenversicherung, dasjenige gilt gleichermaßen zum Besten von die Bundesländer. Dasjenige heißt, die Summe aller Waren und Schäden kann nie so hoch sein wie jener Einzelschaden.

Sagt jener Staat …

Dasjenige sagt jener Staat. Im Innersten steht jener Steuerzahler nachdem. Die Fiktion ist: Welcher Staat mit seinen gesamten Besitztümern ist reicher qua jener einzelne Schaden, jener eintreten kann.

Andererseits dasjenige Erkenntnis, so reich zu sein, um sich nicht versichern zu zu tun sein, bringt ja die geraubten Kunstgegenstände  noch nicht zurück.

Es bringt weder die geraubten geraubten Kunstgegenstände zurück, noch macht es Mittel leer, um unter Umständen Substitution in vergleichbarer Qualität zu schaffen. Wodurch dasjenige zum Besten von Tal der Ahnungslosen ausscheidet: Dasjenige war störungsfrei spitze, unwiederbringlich und ein Riesenverlust zum Besten von die Menschheit.

Wenn es sich um Werke von Künstlern handelt, ist in jener Regel immer mehr qua ein Werk hinaus dem Markt, welches man irgendwo noch gelingen kann. Man kann dann wenigstens die Sammlung in ihrem Grundgedanken erhalten und hat finanzielle Mittel, die dann nicht noch durch irgendwelche Haushalte oder politische Querelen durchmüssen. Welches ja gleichermaßen wieder ein Problem ist, weil nicht jeder zuerst an die Kultur denkt.

Die Kunstschätze im Grünen Kuppel waren nicht versichert – wäre zugegeben möglich gewesen

Sie sprechen wie ein Museumschef!

Die deutschen Museen leben davon, dass ihnen die öffentlichen Haushalte Mittel zur Verfügung stellen. Die sind nur nicht ins Gewicht fallend gestiegen in den vergangenen Jahren. Wenn Sie die Ankaufsetats mancher kommunaler Bereiche gucken, dann kommen Ihnen die Tränen. Ohne Fördervereine funktioniert dasjenige weder noch. Dasjenige gilt gleichermaßen zum Besten von staatliche Ebenen. Insofern läuft jener öffentliche Markt völlig außer Mitbewerb. Und wenn es zum großen Schadenereignis kommt, dann nach sich ziehen Sie den Kampf Zwischenmenschlich- gegen Kulturausgaben.

Jeglicher Welt redet von einem kulturhistorischen Verlust in Tal der Ahnungslosen. Wie hoch ist jener materielle Schaden?

Sehr schwergewichtig zu sagen, weil es sich um antiken Schmuck handelt. Andererseits ich denke mal, wenn Sie den hinaus einer Lizitation bieten würden, und nicht in einem Privatverkauf. Und wenn er dann gleichermaßen leer zur Verhandlung stehend wäre und nicht von Kulturgutschutzgesetz betroffen wäre …

Ziemlich viele Wenns!

Ja, zugegeben dasjenige muss man ja was auch immer berücksichtigen. Wenn nun jener Schmuck uneingeschränkt veräußerbar wäre, würde ich ein Auktionsergebnis zwischen 150 und 200 Mio. Euro sehen.

Und wenn man Sie vorher qua Versicherungsexperten ins Grüne Kuppel gerufen hätte, welche Zeche hätten Sie da aufgemacht?

Am Ursprung steht die Risikobewertung. Sie gucken sich dasjenige Gebäude an, sämtliche Sicherungen. Sie fragen nachher dem Ausbildungsstand jener Mitwirkender. Wie oft trainiert dasjenige Wachpersonal bestimmte Situationen? Wie oft wird die Alarmanlage gewartet? Wie oft werden hier feuertechnische Untersuchungen gemacht? Gibt es Feuerwehrübungen? Raum dasjenige. Sie pochen dasjenige ganze Risikoumfeld ab, um ein Gefühl zum Besten von die Risikosituation zu kriegen, gleichermaßen zum Besten von dasjenige Management. Wie ist dasjenige unternehmerische Risikobewusssein in so einem Haus?

Ein festgenommener Mann wird von zwei Polizisten abgeführt (Robert Michael/dpa).

Festnahme nachher dem Kunstdiebstahl von Tal der Ahnungslosen

Im zweiten Schrittgeschwindigkeit wird überlegt: Wie ist die Werteverteilung? Wo sind die wichtigsten Werte, wo die kulturhistorischen Werte? Wo sind die Utensilien wie gesichert? Wie leichtgewichtig komme ich wo ran? Raum dasjenige sortiere ich.

Aufwärts welche Versicherungsprämie kommen Sie dann?

Wenn Sie ein großes Museum nach sich ziehen, sagen wir mit einem Lagerbestand von einer Milliarden, dann können Sie die Versicherungssumme unter Umständen hinaus mehrere Häuser zerteilen. So kommen Sie hinaus zusammenführen Beitragssatz von 0,05 oder 0,06 v. H. im Jahr. Wenn Sie aus diesem Grund eine Milliarden Euro versichern, dann landen Sie zwischen 600.000 Euro.

Ist dasjenige jener gängige Markt-Tarif?

Klingt zwar viel, weil die 600.000 Euro dann in irgendeinem Säckel fehlen. Andererseits vergleichen Sie dasjenige mal mit jener Finanzierung einer Geldinstitut – und Sie zu tun sein ja keine wirklichen Sicherheiten leisten. Wohnhaft bei einem Totalverlust kriegen Sie zugegeben finanzielle Mittel, mit denen Sie ihr Museum zumindest teilweise wieder darstellen können. Denken Sie etwa an dasjenige abgebrannte Nationalmuseum in Rio de Janeiro de Janeiro.

Hätten die Dresdner ihre Sachen versichert, dann hätten sie aus diesem Grund solche 0,05 oder 0,06 v. H. Zuschuss getilgt?

Dasjenige wäre etwa jener Sprung in Tal der Ahnungslosen gewesen: 300.000 solange bis 500 000 Euro Zuschuss, nicht nur zum Besten von den Schmuck, sondern gleichermaßen zum Besten von die Sixtinische Madonna und all die tollen Utensilien, die in Tal der Ahnungslosen hängen. Dann hätten sie zwischen einem Teilschaden Geld zum Besten von Restaurierung und zwischen einem Totalverlust Geld zum Besten von dasjenige Objekt erhalten. So irgendwas macht die Situation schon leichter – meines Erachtens.

Stephan Zilkens, Jahrgang 1955, ist Kunsthistoriker und qua Versicherungsmakler Spezialist zum Besten von Kunstversicherungen.

Dasjenige Interview führte Stefan Dege.





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