Friday, January 21, 2022

Warum reisen wir? – Die Reisebuchautorin Heide Fatland erkundet in ihrem neusten Buch „Hochdruckgebiet oben“ die Spitzenleistung des Himalaya : literaturkritik.de

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Die Reisebuchautorin Heide Fatland erkundet in ihrem neusten Buch „Hochdruckgebiet oben“ die Spitzenleistung des Himalaya

Von Marieluise Labry

Besprochene Bücher / Literaturhinweise

Erst kürzlich war in jener Zweites Deutsches Fernsehen-Mediathek eine Neuverfilmung des Klassikers In 80 Tagen um die Welt von Jules Verne zu sehen. Die Historie, die Finale des 19. Jahrhunderts spielt, handelt von einer Reise um die Schutzleiter in nur 80 Tagen. Nicht nur die einzelnen Reisewege sind voller Ereignis, zweitrangig die erreichten Stationen, zum Vorzeigebeispiel Ägypten, Indien und die Usa offenstehen, zahlreiches Spannendes und Unbekanntes z. Hd. die Hauptfigur Phileas Fogg. Welcher Zauber des Fremden und die Entdeckerlust fesseln solange bis heute. Doch die Zeiten jener ‚großen westlichen Entdeckungen‘ sind vorbei. Eine Reise um die Welt ist in Zeiten jener Linienflugzeuge nahezu Normalität, dank WWW und Kreditkarten ist Reisen und sich Zurechtfinden noch nie so störungsfrei gewesen und bekannte Kaffeehaus-Ketten lassen sich in den abgelegensten Winkeln jener Schutzleiter finden. Doch warum reisen wir dann noch? Was auch immer ist entdeckt, beschrieben, fotografiert und gefilmt. Und doch: Welcher Reiz des Fremden bleibt und lockt.

Die Reisebuchautorin Heide Fatland ist voller Neugierde und Entdeckerlust, ohne Rest durch zwei teilbar z. Hd. entlegene Orte. Dies hat sie mit ihren Büchern Sowjetistan (2017) und Die Grenze (2020) schon bewiesen. In ihrem neusten Buch Hochdruckgebiet oben bereist sie die Regionen des Himalaya-Gebirges. Zwischen 2018 und 2019 reiste sie in zwei vier Monaten langen Etappen von VR China reichlich Pakistan, Indien, Bhutan, Nepal und Tibet vorwärts des Himalayas, natürlich zweitrangig mit Zwischenstopp im Foundation Camp des Mount Everest.

Doch jener Schlange nachdem: Heide Fatlands Reise beginnt in jener chinesischen Provinz Xinjiang, die den meisten traut ist durch dasjenige grausame Schicksal jener Uiguren, die von VR China wissenschaftlich unterdrückt und in großen Teilen in Umerziehungslagern gewaltsam von ihrer Kultur und Faith entfremdet werden. Welcher Visite jener Stadt Kaschgar ist von dort nicht ganz leer. Was auch immer wird von den chinesischen Behörden kontrolliert und reguliert – vor allem die Touristenattraktionen. Fatlands Beschreibungen bleiben parteilos und sie berichtet vorwiegend dasjenige, welches sie wahrnehmen kann. Im ersten Second irritiert es, dass sie keine Stellung bezieht. Doch genau dasjenige macht die Stärkemehl des Buches aus – Heide Fatland bewertet nicht und setzt nicht überall westliche und europäische Specifications an. Trotzdem schafft sie es, ausschließlich durch Beschreibungen und umfangreiche Interviews mit Einheimischen die verschiedenen Blickwinkel einzufangen. Viele jener religiösen Traditionen in Indien, Nepal oder Bhutan erscheinen uns aus westlicher Sicht merkwürdig, kurios und manchmal zweitrangig misanthropisch. Zwar merkt gentleman Fatland x-mal eine gewisse Skepsis an Traditionen an, wie zum Vorzeigebeispiel, dass Frauen während ihrer Menstruation in additional eingerichteten Menstruationshütten schlafen sollen, da sie in dieser Zeit qua unrein gelten. Doch darüber urteilen, dasjenige tut die Autorin nie. Vielleicht ist dasjenige zweitrangig dasjenige Bedürfnis des neuen Reisens, jenseits von westlichen Eroberungsdrang, dass es nun mal nicht überall wie in westlichen Kulturen zugeht: Wie am Schnürchen nur Beobachten und mit den Menschen, die dort leben sprechen und sich die Gimmick verdeutlichen lassen.

Man könnte noch zahlreiche weitere Besonderheiten jener einzelnen Reisestationen Heide Fatlands in Führung liegen. Nicht umsonst ist jener umfangreiche Reisebericht reichlich 600 Seiten weit. Es ist positiv anzumerken, wie reichhaltig und detailreich Fatland was auch immer beschreibt, doch insbesondere in den zahlreichen und langen Interviews finden sich wenige Längen, durch die person sich ringen muss. Doch dasjenige Weiterlesen wird belohnt, da die einzelnen Reisestationen zu den entlegensten Winkeln resultieren und die Autorin nur selten zwischen den Stationen fliegt und x-mal tagelang uff schlechten Straßen mit dem Car oder zu Mauke unterwegs ist. Die Himalaya-Location ist rau und die klimatischen Lebensbedingungen sind strikt. Hinzukommt eine wechselvolle Historie zwischen Kriegen, Kolonialisierungen und andauernden Auseinandersetzungen mit VR China, dasjenige einerseits Unterdrücker, eine andere Sache ist Hoffnungsgeber z. Hd. wirtschaftlichen Expansion ist. Insbesondere die missachteten Frauenrechte, wie zum Vorzeigebeispiel in Nepal, sind schwergewichtig zu ertragen und zeugen klar, dass es immer noch verschmelzen modernen Sklavenhandel gibt.

Natürlich zieht es Heide Fatland zweitrangig zum Mount Everest. Sie beschreibt die spannende Historie jener verschiedenen Erstbesteigungen und spricht viel mit den Menschen im Foundation Camp, die nur darauf warten, endlich den Spitzenleistung zu erklimmen. Welches vor intestine 100 Jahren noch unmöglich war, ist heute zu Massentourismus mit Todeszone geworden. Dies erfordert verschmelzen enormen logistischen Pracht.

Dies Terrain des Foundation Camp ist so weit, dass wir dasjenige Finale nicht sehen können, nicht einmal wohnhaft bei Sonnenschein. Unsrige kleine Zacke ist ausgestattet mit Toiletten, einem Duschzelt, zwei Küchenzelten, zwei Speisesälen, einer eigenen Ladestation, einem gelben Zelt z. Hd. jeden Kunden sowie einem Zelt z. Hd. die Sherpas, dasjenige Küchen- und Bodenpersonal. Um Gruppen zu jeweils achtzehn Männern und Frauen aus dem Westen uff den höchsten Höhe jener Welt zu herbringen, braucht es eine umfassende Warenwirtschaft.

Die vielen Menschen, die jedes Jahr den Mount Everest kraxeln, vermachen ihre Spuren in jener Natur. Mehrere Tonnen Müll sollen aufwendig wieder vom Höhe gebracht werden. Die gesundheitlichen Strapazen uff Grund jener Höhe sind kolossal und enden nicht selten in Notfällen oder mit dem Tod z. Hd. die BergsteigerInnen. Heide Fatland ist glücklich, qua sie nachdem einigen Tagen dasjenige Foundation Camp wieder verlässt und sie beschreibt, dass es ihr mit jedem Meter Hinuntersteigen besser geht, da zweitrangig ihr die Höhe stofflich zugesetzt hat. Welches scheinbar wenige Bergsteiger wirklich wissbegierig, sind die Schäden, die sie am Höhe vermachen und den enormen Kraft des Klimawandels uff die gesamte Location. Es ist erschreckend zu Vorlesung halten, wie schnell vermeintlich ewige Gletscher abschmelzen und welche drastischen Nachstellen zunehmende Überschwemmungen, Veränderungen des Ökosystems oder Wassermangel nach sich ziehen können. Damit werden die Lebensbedingungen im Himalaya z. Hd. die Menschen noch schwieriger und gefährlicher.

Guy ist fasziniert von den Reiseberichten und fängt an zu träumen, wie wäre es wohl, mal lebendig aufgebrühten Tee in Darjeeling zu trinken? Nichtsdestotrotz manchmal ist male zweitrangig glücklich sich nicht den Strapazen einer Fernreise zu unterziehen, wie zum Vorzeigebeispiel Reisekrankheiten oder Einreiseschikanen. Nicht zuletzt Heide Fatland beschäftigt dasjenige sehr:

Die Frage ist natürlich, warum reist gentleman gar? Warum setzt gentleman sich all dem Unangenehmen aus, jener ganzen Warenwirtschaft, den ganzen Ausgaben, die notwendigerweise zu einer Reise in Besitz sein von? Die Frage kann schnell existenziell werden, doch mir fällt die Erwiderung leichtgewichtig: meine Wenigkeit schaffe es störungsfrei nicht, es zu lassen.

Unser Reiseverhalten wird sich nicht nur durch Corona nachhaltig verändern. Nicht zuletzt die Motive, aus denen wir eine Reise übernehmen, werden sich verändern. Will ich im Urlaub am anderen Finale jener Welt exakt den gleichen Lebensstandard wie zu Hause oder es sogar noch luxuriöser nach sich ziehen und, wenn ja, zu welchem Preis? Mit welchen Ansprüchen reise ich und welches erwarte ich von jener einheimischen Volk? Erkenne ich, welches Sonderrecht es ist, leer reisen zu können, dass es letztlich nur wenigen uff jener Welt zugutekommt?

Schwierige Fragen, die jeder und jede z. Hd. sich sauber machen muss. Richtig unbedenklich (sowohl umwelt- qua zweitrangig kostentechnisch) ist es, mit Heide Fatland in ihrem Buch in den Himalaya zu reisen und zu erspähen, zu staunen, zu träumen, erschrocken zu sein, zu lernen. Die Reise mit Hochdruckgebiet oben lohnt sich und bietet verschmelzen neuen Blickwinkel uff eine z. Hd. uns entlegene Region, die aus mehr qua den typischen Touristenorten wie dem Mount Everest besteht. Neben dem wirklich erheblichen Zuwachs von Wissen reichlich die einzelnen Regionen, ihrer Historie und ihren Traditionen macht es störungsfrei Spaß, Heide Fatland zu eskortieren.





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