Friday, January 21, 2022

Unterbau-Projekt: Startschuss z. Hd. Fehmarnbelt-Tunnel | tagesschau.de

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Stand: 29.11.2021 14:53 Uhr

Während die Dänen längst graben, nach sich ziehen hierzulande zahlreiche Trauern und lange Zeit Genehmigungsverfahren den Baubeginn des Tunnels zwischen Fehmarn und Lolland um Jahre verzögert. Doch nun geht es los.

Von Lothar Gries, tagesschau.de

In zweieinhalb Zahlungsfrist aufschieben mit dem Zug von Hamburg nachher Kopenhagen hinauf einer festen Trasse, ohne Ein- und Ausschiffung, ohne Wartezeit. Dasjenige soll von 2029 an möglich sein, dank eines neuen Tunnels unter den Inseln Fehmarn in Schleswig-Holstein und Lolland im südlichen Dänemark. Neben Zügen werden nicht zuletzt Autos den Tunnel durchqueren können. Damit verkürzt sich nicht nur die Reisezeit zwischen Norddeutschland, Dänemark und Schweden: Ganz Skandinavien soll dank jener neuen Querung enger mit Kontinentaleuropa verbunden werden.

Mit einem symbolischen Spatenstich nach sich ziehen Volksvertreter aus Deutschland und Dänemark am Vormittag die Funktionieren z. Hd. den Knast des 18 Kilometer langen Bauwerks gestartet – sehr zum Unmut von Naturschützern, Fährbetreibern und Bewohnern jener Insel Fehmarn. Sie aus wehren sich seitdem Jahren gegen den Knast des Tunnels, dessen wirtschaftlichen Zweck sie bezweifeln und aus ökologischer Sicht z. Hd. eine Katastrophe halten. Jener Tunnelbau könnte dies gesamte Umwelt jener Ostsee ins Wanken können, fürchtet jener Umweltverband Nabu.

Stoppen konnten sie den Knast des Tunnels nicht, wohl um viele Jahre verzögern. Förmlich sollte dies Bauwerk im Jahr 2015 begonnen werden, die Indienststellung war z. Hd. in diesem Jahr vorgesehen. Neben den zahlreichen Zivilklagen hat nicht zuletzt dies langwierige Genehmigungsverfahren hinauf deutscher Seite, insbesondere dies sieben Jahre dauernde Planfeststellungsverfahren, die Realisierung des Projekts verzögert.

“Entscheidende Kapitalanlage in die Unterbau”

Doch nachdem dies Bundesverwaltungsgericht vor einem Jahr die letzten Trauern gegen dies Milliardenprojekt abgewiesen hat, bekamen die Tunnelbauer nun nicht zuletzt von deutscher Seite grünes Licht. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (Freie Demokratische Partei) zeigte sich erleichtert: “Da plumpst einem schon ein kleinster Teil welches vom Schmusen.” Tatsächlich ist Buchholz vom Sehnsucht z. Hd. den Tunnels überzeugt. “Hier wird die Möglichkeit geschaffen, wirtschaftlich und kulturell zusammen zu wachsen.” Hier verweist er hinauf die Europäische Kommission, die den Tunnel dies zweitwichtigste Verkehrsprojekt Europas nachher dem Brennerbasistunnel bezeichnet habe.

Homolog erzählen sich die Stadtoberhäupter von Hamburg, Malmö und Kopenhagen. “Wir sehen die feste Fehmarnbelt-Querung wie entscheidende Kapitalanlage in die Unterbau”, heißt es in einer gemeinsamen Erläuterung. Hier verweisen sie nicht zuletzt hinauf ökologische Aspekte, die z. Hd. zusammensetzen Tunnelbau sprächen. “Um wichtige nationale Umweltziele zu gelingen und dies zukünftige Wertzuwachs in unseren drei Ländern sicherzustellen”, sei jener Tunnelbau von großer Wichtigkeit, so die Volksvertreter. “Neue Wege entstehen durch die Verschiebung des Gütertransports von jener Straße hinauf die Schiene”, so jener Hamburger Stapi Peter Tschentscher, (SPD), die Bürgermeisterin von Malmö, Katrin Stjernfeldt Jammeh und Kopenhagens Stapi Frank Jensen.

Dänemark trägt die Baukosten

Die Belastungen z. Hd. den deutschen Steuerzahler halten sich in Säumen – zumindest aus gegenwärtiger Sicht. Denn die Baukosten z. Hd. den Tunnel von geschätzt 7,1 solange bis 7,4 Milliarden Euro trägt einzig Dänemark, abzgl. einer Hilfe durch die EU. Deutschland kommt z. Hd. die Straßen- und Schienenanbindung von geschätzt 3,5 Milliarden Euro hinauf. Bauherr ist die dänische Firma Femern A/Sulfur, sie ist Teil jener Sund & Bælt Holding-Gesellschaft A/Sulfur, einem Unternehmen im Habseligkeiten des dänischen Staates. Mautgebühren in Höhe jener heute erhobenen Fährgebühren sollen dies Projekt langfristig refinanzieren.

Ende technischer Sicht nach sich ziehen sich die Ingenieure z. Hd. zusammensetzen vierröhrigen Absenktunnel entschlossen, weil ein gebohrter Tunnel geologisch nicht möglich und im Zweifel nicht zuletzt teurer wäre. Die ursprünglich geplante Brückenlösung wurde ebenfalls verworfen. Nun muss z. Hd. den Tunnel eine Rutsche in den Meeresboden gegraben werden. Seit dieser Zeit Juli wird hinauf dänischer Seite am Aushub des Tunnelgrabens gearbeitet, seitdem September nach sich ziehen nicht zuletzt vor jener deutschen Waterkant Vorarbeiten begonnen.

73.000 Tonnen schwere Bauteile

Die z. Hd. den eigentlichen Tunnel notwendigen Elemente sollen aus einer gesondert zu diesem Zweck errichteten Fabrik im dänischen Rødbyhavn hinauf jener im Unterschied zu Fehmarn liegenden Insel Lolland kommen. Dort sollen insgesamt 89 dieser Tunnelelemente aus Stahlbeton hergestellt werden, die jeweils rund 217 Meter weit und 73.000 Tonnen schwergewichtig sind. Dies entspricht jener Größe eines mittelgroßen Containerschiffes. In jener Meeresrinne werden die Teile dann verlegt und miteinander verbunden. Damit begonnen werden soll 2024.

Zudem trotzt Dänemark dem Weltmeer noch 500 Meter Nationalstaat ab. Durch den z. Hd. den Tunnelgraben Aushub aus Sand und Steinen – insgesamt wohl 19 Mio. Kubikmeter – wird dies Vorland zur Tunneleinfahrt aufgeschüttet. In Folge dessen entstehen 300 Hektar neues Gegend, wo zuvor Ostsee war.

Naturschützer beklagen Katastrophe

Für jedes die Naturschützer vom Umweltverband Nabu ist dies Projekt eine Katastrophe. Jener geplante Tunnel führe mitten durch ein Meeresschutzgebiet mit seltenen Riffen und Sandbänken, die Schweinswalen, Seehunden, seltenen Schwämmen und Muscheln wie Rückzugsgebiet dienten. In Folge dessen könne jener Tunnelbau dies gesamte Umwelt jener Ostsee ins Wanken können, fürchten die Naturschützer. Hinzu komme eine völlig fehlgeleitete Wert-Zweck-Relation. Den Tunnel brauche realiter niemand, denn zwischen Fehmarn und jener dänischen Insel Lolland liege dies derzeitige Verkehrsaufkommen konstant für rund 6000 Fahrzeugen am Tag. Zu diesem Zweck seien die Fähren schon jetzt nur zu 40 von Hundert satt.

“Wenn auch dies Verkehrsaufkommen sich hinauf 12.000 Fahrzeuge verdoppeln sollte, wie es von den Planern prognostiziert wird, ist dies verhältnismäßig so wenig, dass in Deutschland nicht einmal eine Umgehungsstraße hierfür gebaut werden würde”, heißt es in einer Stellungnahme jener Nabu. Jene lohne sich erst ab 20.000 Fahrzeugen am Tag. Zum Vergleich: Durch die vier Röhren des Hamburger Elbtunnels gondeln Tag für Tag solange bis zu 120.000 Fahrzeuge.

Wird jener Tunnel zum Milliardengrab?

Genauso jener Rechnungshof jener Europäischen Union hat Zweifel am volkswirtschaftlichen Zweck des Tunnelprojekts geäußert. Ende den Prognosen zur Bahnverbindung gehe hervor, dass die geplante Neubaustrecke zwischen Lübeck und Kopenhagen wirtschaftlich womöglich nicht tragfähig sei, heißt es in einem im letzten Jahr veröffentlichten Sonderbericht.

Obwohl vorwärts jener Strecke 7,7 Mio. Menschen leben, könnten nicht zuletzt zehn Jahre nachher jener geplanten Eröffnung ein Löwenanteil jener Fahrgäste fehlen. Nur eine Million würden dann in beiden Richtungen die feste Querung jedes Jahr nutzen, dies liege klar unter dem Richtwert von neun Mio. pro Jahr. Schon 2019 hatte nicht zuletzt jener Bundesrechnungshof Zweifel am wirtschaftlichen Zweck des Tunnels angemeldet und zusammen vor einer Kostenexplosion gewarnt. Dies wurde jedoch von jener Fahrbahn und dem dänischen Tunnelbauer Femern zurückgewiesen. Es gehe vor allem drum, die verschiedenen Teile Europas enger miteinander zu verzahnen, so die Unternehmen.

Dieser Wille treibt nicht zuletzt die Politik an. Beim symbolischen Baustart heute Vormittag sagte jener Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann: “Es ist ein Projekt, an dem man wiedererkennen kann: Europa wächst zusammen.”



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