Tuesday, November 30, 2021
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Rote Rakete – Zeugen: Ausflüge, Fitness und Reisen


Ja, die 504 lächelt heute. Ihre Tennisball-großen, runden Kerze-Scheinwerferlicht sind die Augen, welcher größere in welcher Zentrum ist die vorstehender Teil und darunter, dieser helle gekrümmte Linie aufwärts welcher Waggon-Kampfzone, dies ist welcher lächelnde Mund dieser 40 Jahre alten Madame. Sie hat schon die Gesamtheit gesehen in Toronto und rollt dessen ungeachtet tapfer überall dort, wo die Verkehrsbetriebsplaner sie täglich einsetzen: Heute aufwärts welcher Linie 504, einer Ost-West-Zusammenhang durch die City und in diesem Moment an die Haltestelle aufwärts welcher King Street East. Die vierteilige Falttür vorn öffnet klappernd.

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„Helloooo, good moooorning and welcome on board“, begrüßt Lenker Curt Richards jeden, welcher neu zusteigt. Und strahlt hierbei mit seinem makellosen weißen Gebissstange, qua liefe die Kamera zu Händen vereinigen Zahnpasta-Werbefilm. Wer keine Monats- oder Tageskarte vorzeigt, dem verkauft Richards vereinigen Einzelfahrschein, den er vom Brett abreißt. Touchpads zu Händen Kreditkarten oder Münz-Automaten? Gibt’s nicht in diesem Straßenbahn-Veteranen.

Curt Richards liebt die Musik und seine Rote Rakete. © Stephan Brünjes

Ebenso wenig wie dies Schutzwaffe hoch welcher Windschutzscheibe, dass man den Lenker nicht zum Thema machen darf, während die Lokomotive rollt. Muss heute in welcher 504 gleichwohl keiner, denn Curt Richards plaudert von selbst mit seinen Fahrgästen. Zuerst hoch die aufwärts welcher Windschutzscheibe ächzenden Scheibenwischer, dies Schmuddelwetter und darüber, dass jeder trotzdem gute Laune behalten soll. So wie welcher 59-Jährige, welcher vor mehr qua zehn Jahren vom TV-Moderator eines Lokalsenders zum Tram-Lenker umschulte. „meine Wenigkeit steuere am liebsten jene alten Bahnen“, sagt er. „Die neuen nach sich ziehen Fahrerkabinen, da fühle ich mich eingesperrt – ich brauche Kontakt zu den Leuten.“ Dass er ihn weiter nach sich ziehen kann, verdankt Curt welcher Firma Bombardier. „Im Zusammenhang diesem kanadischen Hersteller nach sich ziehen unsrige Verkehrsbetriebe viele neue Bahnen bestellt, zwar Bombardier hat Lieferprobleme“, erzählt Curt grinsend. „Drum sollen gut 70 Ehefrau Bahnen noch ein paar Jahre durchhalten.“ Sehr zur Freude vieler Torontonians, denn die kirschroten Oldie-Trams in Besitz sein von zum Inventar welcher Stadt, nach sich ziehen schon ewig den Spitznamen Red Rocket und prangen aufwärts T-Shirts, Postkarten, Hauswand-Wandmalerei oder Kaffeetassen.

Die Waggons sind Schweizer Wertarbeit und rollen zuverlässig wie Uhrwerke durch Toronto zwischen glitzernden Stahl- und Glaspalästen von Banken und Versicherungen. Sie rumpeln die hippe Queen Street West vorwärts, vorbei an

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Upcycling-Läden, Galerien und Gestalter-Schuhgeschäften. Ob in Chinatown, Little Italy oder dem Polenviertel – eine Rote Rakete ist immer startklar. Es sei denn, sie muss von kurzer Dauer stoppen, so wie die von Curt Richards vor einer Straßenkreuzung.

Jener Lenker schnappt sich vereinigen etwa hüfthohen, olivgrünen Metallknüppel neben welcher Tür und springt aufwärts die Gleise. Darin fuhrwerkt er mit dem Stemmeisen von kurzer Dauer herum und kommt zurück. „Handbetrieb“, sagt er beim Losfahren und wartet ab, solange bis jedweder Nicht-Einheimischen geschaltet nach sich ziehen: Moment, welcher Lenker hat da ohne Rest durch zwei teilbar eine Weiche so hingebogen, dass die Lokomotive um die Kurve verkehren kann? „Ja, es ist genau so, wie du denkst“, sagt Curt, „zwischen manchen Weichen fällt die Fernsteuerung aus, dann hängt im Kabel ein Schutzwaffe, dass ich rausmuss.“

Schon hat welcher Mann in akkurater, taubenblauer Uniform mit perfekt sitzender Krawatte seine Finger wieder aufwärts dem abgewetzten Bedienpult und steuert die Lokomotive, während er verschiedene Tasten drückt. Rote setzen die Rakete in politische Bewegung oder stoppen sie, grüne öffnen und schließen die Türen, gelbe knipsen die Lichter an. So gut wie wie an welcher Modelleisenbahn in Kindertagen. Jetzt drückt Curt eine welcher weißen Tasten, und es erklingt dies „Etwas-Etwas-Etwas“, mit dem Straßenbahnen früher warnend um die Zacke kamen, meist untermalt vom ohrenbetäubenden Gequietsche welcher Metallräder in den Schienen, dies gleichwohl die Red Rocket von sich gibt. Curt zeigt aufwärts ein von welcher Sonne ausgebleichtes Anzeigefeld in seinem Bedienpult: „Da sehe ich, dass die Räder durchdrehen, meine Lokomotive quietscht, weil sie die leichte Steigung nicht hochkommt. Drum muss ich sofort Sand aufwärts die Schiene streuen, um den Rädern so Griffigkeit zu schenken.“

Ob er jetzt wieder rausmuss? Nein, ein paarmal aufwärts vereinigen roten Schalter herabsetzen reicht. „Du hockst übrigens aufwärts dem Sand“, sagt Curt, strahlt und klappt an welcher nächsten Haltestelle von kurzer Dauer den vordersten rechten Sitz hoch. Tatsächlich, darunter ist eine Mini-Sandkiste. „Oh, muss ich an welcher Endstation mal wieder welches reinschippen“, meint Curt. Selbst aufwärts jene Rackerei scheint sich welcher Zugezogener aus Jamaika zu freuen.

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Vier solange bis fünf Touren muss er pro Werktag verkehren, seitdem Jahren oft dieselben Verwässerung. Wird ihm hierbei gleichwohl mal tote Hose? „Nie“, antwortet er ohne Zögern, „Straßenbahnfahren ist zu Händen mich wie Theater.“ Wer Curt kennt, bittet ihn schon mal, die nächste Haltestellen-Ansage zu singen. „Spaaaadeiiiiiinahhhhh!“ schmettert er dann etwa an welcher Spadina Avenue durch den Waggon. Dies hat welcher passionierte Gospelsänger, Akkordeonspieler und Gitarrist zu Beginn an jeder Haltestelle gemacht und erst aufgehört, qua automatisierte Ansagen eingeführt wurden. Vor gut zehn Jahren sei dies gewesen. Curt erinnert sich wahrscheinlich deswegen so genau, weil einst jene hübsche, asiatisch aussehende Nullipara in seine Lokomotive stieg. Beim Aussteigen sprach Curt die Nullipara an, und es gelang dem Charmeur, ihr im Vorbeikommen seine Telefonnummer mitzugeben. Doch die gebürtige Thailänderin meldete sich zunächst nicht. Dann, nachher einer Woche des Wartens, klingelte Curts Telefon. „Sie hat tatsächlich angerufen. meine Wenigkeit traf mich mit ihr, vereinigen Monat später waren wir verlobt, neun Monate später verheiratet“, erzählt er und strahlt sein breitestes Lächeln.

Toronto

Anreise Von Frankfurt an der Oder nachher Toronto mit United Airlines (www.united.com)

Unterkunft „Fairmont Royal York“, außerhalb klotzig, medial plüschig, dies Grandhotel von 1929 ist oft New-York-Filmdouble und Stammhaus welcher Queen. www.fairmont.com/royal-york-toronto/, DZ/Fluor ab 187 Euro. Dies „Chelsea“ bietet gutes Frühstück und Sylvia aus Düsseldorf kümmert sich um deutsche Gäste. www.chelseatoronto.com, DZ/Fluor ab 122 Euro.

Stadt an der Ruhr und Trinken Jener Pub „The Queen and Beaver“ hat eine luftige Dachterrasse zwischen gläserner Bankentürme. Leckere Snacks und Ontario-Lamm zu Händen größeren Hunger, www.queenandbeaverpub.ca. „BLÜ“ ist ein exzellenter Italiener: raffinierte Salate, saftige Steaks und Pasta. www.bluristorante.com.

Allgemeine Informationen www.seetorontonow.com; www.ttc.ca



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