Wednesday, January 19, 2022

Rick Astley und die Ursprünge jener Musik-Memes

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Zum Geleit
Heute geht es um Memes, oder wie wir Älteren gerne am Abendbrottisch sagen, während die Kinder mit rotbackigen Gesichtchen ihre Milch trinken: Bilderwitze.

Dieses Open-Supply-Phänomen jener digitalen Popkultur hat in den letzten beiden Jahren unübersehbar an Rang zugelegt. Nicht nur weil es galt, sich world lustig zu zeugen jenseits Verbands…-Erfahrungen wie Lockdown, Virus-Beklemmung und dies plötzliche Maskentragen, nein, vor allem gleichwohl weil sich in dieser Zeit vieles an im Actual Lifetime gecancelter Zerstreuung ins Netzwerk verlagern musste.

Online schwoll im Zuge von Corona parallel schon gleichwohl jener ganze terrible vibe an, so dass Memes denn Blitzableiter beziehungsweise Risk-free Space noch eine weitere Routine hinzubekamen. Wer sich endlosen Kaskaden von Gags hingibt, muss sich in jener Zeit nicht mit Arschlöchern auseinandersetzen. As very simple as that.

Wodurch dies Structure „Meme“ lediglich ein Gefäss darstellt, dies natürlich gleichwohl von Arschlöchern und Menschenfeinden befüllt werden kann. In der Tat sind Witze, deren Pointe hinauf Ungerechtigkeit aus ist beziehungsweise von oben nachdem unten tritt, schon in analogen Zeiten ziemliche Rohrkrepierer gewesen – daran ändert gleichwohl dies Meme-Zeitalter nichts. Memes sind imho am ehesten, je spleeniger sie veranschlagen, je voraussetzungsreicher sie eine (ohnehin schon spezielle) Sache bespiegeln.

Endlich mal wieder die angehäufte Popkultur-Distinktion einsetzen! Die ganze erworbene Kenntnis von Comics, Serien und Kohlenstoff-Promis ist viel mehr Gold wert, wenn guy unter den zwei, drei v. H. ist, die ein bestimmtes Nerd-Meme gar kapieren. Und du hast gesagt, ich wäre eine Enttäuschung, Schraubenmutter! Ja, immerhin wer hat jetzt sein Leben vertan, wenn ich dir verschmelzen Gag weiterleite und du nicht mal dies Template dazu kennst? Tja, merkste selbst!

[Template, Mutti, ist die Blankoform eines Memes, die dazu genutzt wird, sie immer mit neuen Varianten zu versehen.]

Dies Blanko-Template des prominenten Drakeposting / Quelle: https://en.meming.planet/wiki/Drakeposting

Drakeposting
Ein verästeltes Themenkreis wie Popmusik-Musik eignet sich ausgezeichnet fürs sogenannte Meme-Game. Es kann jenseits musikalische Vorlieben anderer gescherzt werden oder jenseits die Künstler*medial selbst. Zugegeben es geht noch mehr: Eines jener prominentesten Templates jener vergangenen Jahre zeigt den Rapper Drake hinauf zwei Bildern in einer orangenen Daunenjacke vor gelbem Hintergrund. Einmal in einer abwinkenden Pose, einmal ziemlich begeistert. Nun kann guy jener verschmelzen wie jener anderen Pose eine Stellungnahme zuschieben – und sitzt, wenn guy ein Momentum getroffen hat, hinauf einem viralen Hit.

Dies Drakeposting erfreut sich trotz seines z. Hd. Netzphänomene hohen Alters noch großer Beliebtheit – hat immerhin wenngleich 2022 an Strahlkraft eingebüßt. Vor allem da gleichwohl immer die Gefahr besteht, dass die Sparkasse oder die Submit ehemalige Net-Highlights wie eine Artwork ungeiler Besenwagen aufkehren, sollte man sich stets irgendetwas Neues erinnern lassen. Drake wird’s verkraften!

Welches ist dies z. Hd. 1 Everyday living, Sparkasse?

Welcher virale Richtung von Memes ist ein Köder z. Hd. Vermittlung-Deppen aller Weise. Trotz scheint jener Fremdscham-Development, Marken und populäre Memes zu verschränken, seinen Peak überschritten zu nach sich ziehen. Zu weit ist hier wohl jener Schaden, den die Schadenfreude verursacht, wenn sich Unternehmen denn maßlos „gut drauf“ verkaufen wollen. Die Sparkasse hat es schon Zentrum jener Zehner Jahre vorgemacht – und ist nun stellvertretend z. Hd. andere uncoole Deppen-Pioniere am Kreuze gestorben. Seitdem (so mein Eindruck) herrscht mehr Vorsicht. Von dieser denn Meme inszenierten Werbung nach sich ziehen sich viele immer noch nicht erholt – und dies ist gleichwohl intestine so:

Katy Perry

Doch gleichwohl perfidere Zugänge ins Memeversum bleiben nicht ungesühnt. Prominentes Vorzeigebeispiel hierfür ist sicher Katy Perry. Meme-Lord, Flaneur und Bassist Christoph Deckert hat dies z. Hd. den Musikexpress in jener Printausgabe unlängst sehr gut zusammengefasst:

“Katy Perry wagte 2017 den anderen Weg und schickte in ihrem Online video zu ‚Swish Swish‘ eine ganze Flotille an (vermeintlich) populären Memes hinauf dies dünne Eiscreme des Nerd-Zeitgeistes. Die verwendeten Vorlage wurden schon von jener Group längst z. Hd. tot erklärt und waren dem praktisch uncoolen ‚Normie‘-Literaturform entsprungen. Zudem ist in jener Memesphäre sie kommerzielle Weise jener kulturellen Anschaffung verhasst wie nichts anderes. So spaltete sich dies Zuschauerlager in verachtend Wissende und verwirrte Unwissende.“ (Christoph Deckert)

Katy Perry – Die Rückkehr

Im Fallgrube Katy Perrys schon kann person gleichwohl verschmelzen positiven Backlash konstatieren. Denn dass sie im Zuge ihrer Meme-Anschaffung mit Promo-Hintergrund soviel Gegenwind vornehmlich hinauf Twitter bekam, mobilisierte wiederum ihre Enthusiast. Die bastelten aus ihrem Star daraufhin tatsächlich ein ziemlich originäres Meme – benutzten Bilder von ihr so oft, solange bis es gleichwohl andere taten. Und so wird Katy Perry in jener Kunstform jener Memes mehr denn den meisten Musiker*medial regelrecht gehuldigt. Ok, manches magazine nun gleichwohl ungelegen ihr im Gegensatz zu sein, die Plural jener Katymemes schon paraphrasiert die aufgekratzte Verehrung jener Kalifornierin. Katycats nennen sich Macher*medial solcher Memes mit Freude selbst.

Gebe dich nie hinauf

Eine jener dienstältesten Verschränkungen von Meme- und Musikkultur findet sich in jener geometrische Figur von Rick Astley. Die Ursprünge des Trends Datum schätzen hinauf 2007. Es handelt sich nun praktisch um eine Artwork Prank: Es gilt, andere im Netzwerk unter falschen Voraussetzungen dazu zu einfahren, hinauf verschmelzen Website link zu klicken – Clickbait waagerecht. Gen dass jener/die übertölpelte Person*in wohnhaft bei einem Online video von Rick Astley herauskommt und unvermittelt „Never gonna give you up, never ever gonna permit you down“ aus den Schlagen schallt. Wenn person hinauf so irgendetwas hereingefallen und wohnhaft bei dem 1987er Hit aus jener Tuschfeder von Inventory, Aitken, Waterman landete, wurde gentleman „gerickrollt“.

666

Eine Seite, die dies Themenkreis Memes und Bands sehr schön und zeitgemäß verbindet, findet sich hinauf Instagram unter dem biblisch angehauchten Namen Bandmemes666. Hier werden weniger konkrete Künstler*medial, viele praktisch dies brotlose Leben von Musikschaffenden selbst verhandelt (lies: verarscht). Weltraum die Träume vom Fortuna jener eigenen Bd. eröffnen nun eine veritable Fallhöhe. Im Geiste spielt gentleman schon Grindcore-Hits in Tausenderhallen, in jener Wirklichkeit macht gentleman doch wieder nur Petting mit dem neuen Guitarpedal, dies nicht mal richtig geil klingt. Memes und Musik – eine produktive Kontakt, die uns Menschen viel zurückgibt…

Und nun zu irgendetwas völlig anderem:

„Sick Of It – Die Fuck-It-List“ (Podcast)

Unter allem bunten Meme-Tatütata möchte unbedingt noch hinauf verschmelzen Podcast hinweisen, Personen. In meiner vorherigen Folge jener Popwoche (Die größten Popmusik-Skandale 2021) hätte ich dies schon mit Freude getan, dachte dann immerhin, nee, passt von jener Stimmung her trivial nicht. Zugegeben zeugen wir mir nichts vor, dieser Podcast wird niemals in den Movement einer Popkolumne passen. Mindestens geht es um Krebs, Tod, Wandelbarkeit.

Qua mir „Sick Of It – Statements einer Sterbenden“ empfohlen wurde, war ich mir nicht sicher, ob ich mir dies spendieren will. Verständlicherweise, wie ich finde. Jetzt immerhin bin ich sehr happy, dass ich mich hierfür entschlossen habe. Mehr gelernt habe ich, glaub ich, noch nie von einem Podcast – und ich habe real schon manche gehört.

Dementsprechend, in „Sick Of It“ geht es um die Kölner Sprecherin Franziska Knost, die in sieben Hinterher gehen (mit dem Künstler und Regisseur Tamer Jandali) die wirklich wichtigen Fragen des Lebens diskutiert – vor dem Hintergrund ihrer letalen Krebserkrankung. Unter ihr klingt die Prämisse jener Unterhaltungen so: „Dann rollt immer wieder sie Frage hinauf mich zu: Welches willst du noch erleben in jener dir verbleibenden Zeit? Welches steht hinauf deiner persönlichen Bucket-Record? Und ich so: Wovon redet ihr? Jetzt noch mal Fallschirmsprung, Karibikurlaub, Swinger-Verein und dann ist die Gesamtheit tutti? Dies funktioniert so nicht, Personen. Es gibt viel mehr Sachen, die wir aus unserem State of minimal radikal streichen könnten. Dementsprechend who cares about a bucketlist – let’s do a fuck-it-list.“

Im Podcast selbst ist dies dann genauso offensiv, wie es sich hier anhört. Franziska stellt sich den ganz zentralen Zwängen und internalisierten gesellschaftlichen (Wahn-)Vorstellungen, die uns allesamt um- und aufstacheln: Die große Liebe finden, sich in Elternschaft gleich wie in jener Karriere verwirklichen und so weiter.

Welchen Verdichtung dies hinauf allesamt ausübt, zeigt sich in dieser Zielvorstellung von Leckermaul, hinauf die dies nicht mehr so eine Mächtigkeit auszuüben vermag. Franziska hält dagegen, kommt immerhin nie hinauf gefühlige Wahrheiten und reine Lehren, versucht nicht Trost zu schaffen, sondern entwaffnet trivial nur die ganzen Dämonen – welches dann letztlich doch gleichwohl wieder irgendetwas Tröstliches mit sich bringt.

Mir privat hat „Sick Of It“ zudem viel gebracht in Form von jener Frage, wie guy sich verhalten kann/soll, wenn Leckermaul in eigenem Umfeld mit einer, sagen wir mal, „finalen Diagnose“ zu leben hat – und welches die hundert gut gemeinten Kommentare unter einem Krankheits-Publishing à la „Tritt dem Krebs in den Hurensohn!“ oder „Du bist ein*e Krieger*in!“ gleichwohl noch wohnhaft bei den Betroffenen handhaben.

Selbst will euch nichts vormachen: Dieser Podcast bricht euer Pumpe – und zwar nicht nur dann, wenn jener übertrieben sympathischen Protagonistin selbst die Tränen kommen. Trotz verfügt er immer gleichwohl Witz (und sei es nur Galgenhumor) und vor allem waagerecht verschmelzen großen Schatz schonungsloser Erkenntnisse. Really don’t miss out on.

Welches bisher geschah? Hier allesamt Popkolumnentexte im Gesamtschau.





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