Monday, November 29, 2021
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Mikro-Apartments mit Maxi-Pacht trennen kein Wohnungsproblem


Verwünschung oder Menschenfreund?: Solange bis zu 45 Euro pro Quadratmeter: Mikro-Apartments trennen kein Wohnungsproblem

Die Immobilienbranche preist sie qua Lösungskonzept gegen zu wenig Wohnraum, gegen hohe Mieten und qua attraktives Angebot zu Händen Investoren: Mikro-Apartments. Doch wer drinnen sitzt, merkt: Intim kann ärgerlich zeugen. Und nachrangig Investoren erfordern starke Nervenkostüm, denn die Investment ist was auch immer andere qua unumstritten.

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Einst war es dasjenige Studentenzimmer, die Wohnung zu Händen Wochenpendler oder trivial dasjenige möblierte Kleinwohnung. Weil doch immer mehr Menschen den Drang verspüren, aus welchen Gründen nachrangig immer zurückgezogen in ihren vier Wänden zu leben, hat die Immobilienbranche vereinen neuen Trend aus dem alten Themenbereich gemacht: Mikro-Apartments, sagen Immobilienentwickler, sind in Großstädten dieser Trend des Jahrzehnts. Offenbar vermehren sie sich wie anderweitig die Fruchtfliegen im weichgewordenen Apfel.

Weil doch Mikro-Apartments irgendwie noch immer nachdem Enge und ein kleinster Teil ungemütlich tönen, halten findige Immobilienentwickler eine Wohlstand von Namen bereit liegend, die dasjenige Wohnen aufwärts engstem Raum in fremden Möbeln attraktiver macht: Wunderflat, Smartment, Behomie sind nur wenige davon. Sie aufgebraucht nach sich ziehen irgendetwas verbinden: Sie versprechen Komfort zu Händen ihre Bewohnerinnen und Bewohner, und sie verführen mit Renditen zu Händen diejenigen, die so ein Mikroapartment qua Kapitalanlage ins Glubscher fassen. Welches ist dran an den Versprechen dieser Immobilienbranche?

Einpersonenhaushalte nehmen seit dem Zeitpunkt Jahren zu

Wenn Lotte Sulfur. in ihrem Koje liegt, weiß sie, dass darüber hinaus ihr, unter ihr und aufwärts den beiden angrenzenden Seiten ihres Apartments andere Hausbewohner sich aufwärts genau dem gleichen Bettmodell – zwei Meter weit, 80 Zentimeter breit, helle Buche – räkeln. Dass sie am gleichen schmalen Tisch aus Buchenholz sitzen, dieser irgendwie aus einem Jugendzimmer entsprungen ist, und sich in dieser gleichen dunklen Küchenzeile, die sich so gut wie vollwertig hinter einer Schranktür befindet, ihre Fertig-Spaghetti-Packung kochen. Solange bis aufs Selbst-Kochen ist es wie im Hotel. Lotte Sulfur. will ihr Psychologiestudium in Köln verfertigen, ein Jahr noch, länger soll es nicht mehr dauern – und so tief hält sie es hier aus, sagt sie. „Es fehlt ja an nichts.“

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Nachher Informationen dieser Stadt Köln waren vor dieser weltweite Seuche 2018 konzis 4000 neue Wohnungen in dieser Rheinmetropole entstanden, gut 2000 weniger qua dasjenige durch die Stadtregierung selbstgesetzte mittelfristige Jahresziel vorgibt, die damit rechnet, dass sich die Zahl dieser Kölner jährlich um etwa 5000 Menschen erhoben. Taktgesteuert steigen durch immer spätere Heirat, mehr Studierende, vereinen mobileren Lebensstil, die notwendige berufliche vielseitige Verwendbarkeit und eine steigende, hohe Lebenserwartung die Zahl dieser Einpersonenhaushalte. Zwischen 1991 und 2019 nahm ihre Zahl laut dieser Bundeszentrale zu Händen politische Entstehung von 11,9 aufwärts 17,6 Mio. zu. Dieser Beitrag dieser Einpersonenhaushalte an allen Haushalten stieg in diesem Zeitraum von 33,6 aufwärts 42,3 v. H..

Köln reagiert wie andere Städte nachrangig: Da es kaum neue Baugebiete gibt, drängen sich klitzekleine Wohnungen qua ein Teil dieser Lösungskonzept geradezu aufwärts. Sie werden den bislang gültigen Trend zu immer mehr Sportplatz, den einer oder eine zu Händen sich beansprucht, umkehren: Es geht mit Schwung zurück in die Vergangenheit. Nachher Zahlen des Leibniz Instituts zu Händen Sozialwissenschaften ist die Wohnfläche pro Person von unter 20 Quadratmetern in den 1960er Jahren aufwärts darüber hinaus 40 Quadratmeter angestiegen. Die derzeit so angesagten Mikro-Apartments kommen oft wieder mit weniger qua 30 Quadratmetern aus.

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Und Selbst-Kochen muss nachrangig nicht immer sein. Dieser in Deutschland und Ostmark tätige Immobilienentwickler GBI, von dem die Wortschöpfung „Smartment“ stammt, hält zu Händen den bequemen Kleinstbehausungs-Bewohner nachrangig maximalen Tafelgeschirr bereit liegend: Dies World Wide Web funktioniert von dieser ersten Minute an, ein E-Velo-Tafelgeschirr bietet zeitgemäße, großstädtische Fortbewegungsmittel und dieser Hausmeisterservice reinigt und repariert was auch immer zu Händen jeden, dieser dazu weder Lust verspürt noch Zeit aufbringen will. Die Übergänge zum Hotel sind dann fließend – nachrangig beim Preis: Er ist unfrei von dieser Stellung schnell vierstellig im Monat. Kein Wunder: Dies roter Faden dieser Mikro-Apartments stammt nachrangig aus dieser Hotellerie.

Kleinstwohnungen qua Option zum Hotelzimmer

Wer qua Geschäftsreisender nicht zwei Nächte, sondern zwei Monate in einer fremden Stadt verbringt, sucht eine Option zum teuren Hotelzimmer, dasjenige er doch obgleich nicht putzen muss, und wo er nachrangig irgendetwas zu essen findet. Insoweit nach sich ziehen zunächst Hotels kleine Apartments mit Küchenzeile in ihr Angebot aufgenommen. Immobilienfirmen nach sich ziehen dasjenige roter Faden gekapert und inzwischen entstehen zwischen Bundeshauptstadt und München Tausende dieser Kleinstwohnungen, oft wie für Lotte Sulfur. in einem speziell zu diesem Zweck entworfenen Gebäude.

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Die Wohnkonzepte sind oft gerissen und erinnern an die Organisation von Campingmobilen. Kein Zentimeter bleibt ungenutzt. Die Organisation qua Fachausdruck dieser Persönlichkeit? Da wird es natürlich schwierig. Ob innig gemütlich ist? Ebenso darüber möglich sein die Vorstellungen von jeher weit kaputt. Die Hamburger Wohnpsychologin Antje Flade wurde dazu vom „Spiegel“ befragt und sagte, in Regionen, wo Großfamilien eine wichtige Rolle spielten, werden enge räumliche Verhältnisse tendenziell akzeptiert, qua dort, wo dem individualistischen Lebensstil gehuldigt werde.

In solchen Verhältnissen „macht erlebte Enge ärgerlich“. Sehr kompliziert wird es, wenn nachrangig noch ein Partner zu Händen länger qua eine Nacht zu Visite kommt. Dann wird dasjenige Leben aufwärts 20 Quadratmetern, dasjenige im Immobilien-Katalog waagrecht noch so kuschlig aussah, schnell zur Kampfzone, in dieser derjenige stört, dieser es wagt, sein Paar Socken von gestriger Tag aufwärts dem Küchen-Arbeits-Esstisch liegen zu lassen. Dieser Umweltpsychologe Dak Kopek vom Boston Architectural College hält es sogar zu Händen unmöglich, dass sich Paare für immer in einem Lebensbereich dieser Größe eines Hotelzimmers verstehen können.

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Dessen ungeachtet ist dieser Trend ungebrochen. Sebastian Reccius, Vorstandsmitglied dieser Deutschland Immobilien aus Hannover, schreibt in seinem Rundschreiben an Anlagekunden: „Jung, kultiviert, alleinstehend, neu in einer neuen Stadt angekommen” – dasjenige seien die Kunden fürs Mikroapartment, und weil die Klientel gut sei, sei nachrangig die Anlageklasse klasse.

Anlageexperten wie etwa die Consultant vom Finanzdienstleister MLP weisen darauf hin, dass Mikro-Apartments eine höhere Rendite zu Händen Finanzier erzielen können qua andere Immobilien. In diesem Zusammenhang wird zeitlos marktwirtschaftlich argumentiert und aufgebraucht Initiatoren, die derzeit zu Händen mehr bezahlbaren Wohnraum Widerspruch erheben und sogar die Kollektivierung von Immobilienbesitzern verlangen, zu tun sein sich die Ohren zuhalten: „Weil die Nachfrage dasjenige Angebot weit übersteigt, nach sich ziehen Sie qua Vermieter ein hohes Pegel an Mietsicherheit“, argumentiert dieser Finanzdienstleister.

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Dies Missverhältnis biete Anlegern eine große Möglichkeit, ihr Geld „nachhaltig und zukunftsorientiert“ anzulegen. Es könnten höhere Mieten pro Quadratmeter verlangt werden qua für klassischen Eigentumswohnungen. „Dieser häufige Mieterwechsel schafft die Möglichkeit, Mietpreiserhöhungen in kurzen zeitlichen Abständen durchzusetzen.“ Weil es möblierte Wohnungen seien, kämen weder Mietpreisspiegel noch -bremse zur Applikation. Und dieser Clou: Es gebe sogar KfW-Förderdarlehen. Dagegen spricht eine relativ aufwendige Verwaltung dieser Wohnungen wegen häufiger Mieterwechsel. Dessen ungeachtet: Die Anfangsrenditen, so schätzen Investoren, liegen für vier solange bis fünf v. H. im Jahr im Vergleich zu drei solange bis vier v. H. für herkömmlichen Mietkonzepten.

Mikro-Apartmenthäuser werden zunehmend unbequem betrachtet

Städtische Baudezernenten, deren Chefs, die Oberbürgermeister, nachrangig mal eine Wahl profitieren zu tun sein, sehen Mikro-Apartments zunehmend unbequem. Veranlassung sind vor allem die Preise pro Quadratmeter und die These, kleinteiliges Wohnen würde nicht zur Belebung von Städten hinzufügen, sondern teils gar zur Ghettoisierung einzelner Lagen zur Folge haben. Studenten und Pendler, so heißt es, seien weniger an Bindungen in ihrer Umgebung wissbegierig. Dies könne dieser Kreation von „Schlafstädten“ Vorschub leisten. Tilman Gartmeier, Geschäftsführer für Cube Real Estate, hält dagegen: Es komme wieder einmal aufwärts die „Nutzungsmischung“ an. Wohnhaft bei größeren Projekten ließen sich Apartments zu Händen Studenten mit Seniorenwohnungen, Wohnungsgemeinschaften und regulärem Mietwohnungsbau verbinden.

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Volksvertreter zu tun sein schon starke Nervenkostüm nach sich ziehen, wenn sie sich aufwärts die Seite dieser Investoren versohlen. In Hamburg kam es vor einigen Wochen zur ersten größeren Demonstration vor einem Mikro-Apartmenthaus mit dem bezeichnenden Namen „Neue Hühnerposten“. Die dort errichteten 353 Mikro-Apartments werden aufwärts dem freien Markt zu Händen solange bis zu 45 Euro pro Quadratmeter angeboten. Da kann dann zu Händen ein kleines Zimmer mit 19 Quadratmetern 790 Euro Pacht pro Monat fällig werden. „Es ist ein Trugschluss zu denken, dass Projekte wie dieser Neue Hühnerposten die Wohnungsnot trennen könnten“, sagte Paul-Hendrik Mann vom Mieterverein nachdem dieser Kundgebung. „Ohne Privatisierung dieser städtischen Flächen hätte an dieser Stelle bezahlbarer Wohnraum zu Händen aufgebraucht statt teure Apartments zu Händen wenige geschaffen werden können.“

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