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Kaufen Ist Besser Denn Mieten Unsinn Sagt Finanzexperte Gerd Kommer

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Wenn du deine Wohnausgaben beispielsweise von 800 € auf  500 € senkst, hast du 300 € im Monat übrig. Das sind 3600 € im Jahr – was könntest du damit alles anstellen? Oder du sparst das Geld und machst alle 5-10 Jahre ein arbeitsfreies Sabbatjahr. Optimiere deinen Wohnraum und denke dreidimensional.

In diesen 30 Jahren müsste sie sich zusätzlich zu den bereits erwähnten Behörden, Handwerkern und Mietern nun auch noch mit einer Bank und ihren vielfältigen Bedingungen und Erwartungen herumschlagen. Zweitens sind Erwerb, Finanzierung und Betrieb einer Vermietungsimmobilie mit Arbeit verbunden. Klar, Karla könnte den größten Teil dieser Arbeit an einen Immobilienverwalter outsourcen. Schließlich wollte sie ja “passives Einkommen”.

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Zunächst einmal erscheint es höchst fraglich, ob sie ohne Zusatzsicherheiten oder Bürgen oder stabiles Einkommen aus einer dauerhaften Vollzeitbeschäftigung überhaupt ein Darlehen für eine 90-Prozent-Finanzierung erhielte. Erstens haben wir in unserer bisherigen Cash-Flow-Rechnung die Instandhaltungskosten für die Immobilie nicht berücksichtigt. Im langfristigen Durchschnitt betragen diese etwa 1,5 Prozent auf den Gebäudeteil der Immobilie. Da hilft es auch nicht, dass man diese Kosten zumindest bei einem Neubau in den ersten Jahren noch aufschieben kann, denn die aufgeschobenen Ausgaben müssen später nachgeholt werden. Besonders häufig preisen die Finanzbranche, Investment-Blogger und Ratgeberautoren Vermietungsimmobilien als Möglichkeit an, um passives Einkommen zu erzielen. Betrachten wir das anhand einer kleinen Fallstudie.

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Zurück zu den 500 Euro im Monat, die du (fiktiv) in den Bausparvertrag anlegst. Würdest du das ganze schöne Geld in Aktien anlegen, dann wärest du nach 10 Jahren bedeutend reicher. Mit minus 0,69 Prozent gehst du da nicht vom Platz – auch wenn es schlecht läuft nicht.

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Eine voll ausgestattete Küche, Bad, Schreibtisch, Sitzecke und sogar noch Platz um dich in deinem Hobby auszutoben. Mehr dürfte eigentlich kein normaler Mensch benötigen. Eine Wohnung oder ein Haus ist ja grundsätzlich erstmal kein Selbstzweck.

Karla hat deshalb in den letzten Monaten ein Ratgeberbuch und viele Dutzend Blogartikel zum Thema “Passives Einkommen mit Immobilien” gelesen. Sie träumt nun von einem “Zinshaus”, einem Mehrfamilienhaus, das sie vermietet und von dessen “passiven” Erträgen sie dann lebt, um sich mit spannenderen Dingen als Angestelltenarbeit zu beschäftigen. Gerd Kommer hält die Floskel, dass Mieter, ihr Geld „zum Fenster hinauswerfen“ für Unsinn.Welche Rechnung ihn überzeugt, dass eine Immobilie zu mieten besser ist, als sie zu kaufen, erfahrt ihr hier. Im Schnitt betragen die Instandhaltungskosten langfristig 1,5 Prozent pro Jahr auf den Marktwert einer Immobilie. Bei einer Wohnung beträgt dies typischerweise etwa 85 bis 90 Prozent des Gesamtwertes.

Nasdaq Compositive

So muss ich eines Tages gar nicht mehr für Geld arbeiten gehen. Viele Besitzer eines prachtvollen 200-Quadratmeter-Palastes können diesen nämlich kaum mehr als ein paar Stunden am Tag nutzen. Sie müssen Tag für Tag arbeiten gehen, um sich ihre Wohnung überhaupt leisten zu können.

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Kein anderer Grund wird wohl öfter genannt, um sich für einen Immobilien-Kauf zu entscheiden. Und genau da liegt das Problem, sagt Gerd Kommer, Investor und Autor des Buches „Kaufen oder mieten“, in dem er sich unter anderem mit dieser Thematik befasst. Es wäre jedoch nicht das erste Mal, wenn sie es nicht tun.

Mark Carney hat es kürzlich angedeutet – die einzige Lösung sei ein Goldstandard. Jetzt stimmen auch die Zentralbanken in den Chor der Untergangspropheten ein. Es ist an der Zeit, dass wir uns einmal dem größten Ausgabenposten eines typischen deutschen Haushalts zuwenden. Die Rede ist natürlich von unserem Haus oder unserer Wohnung. Deren Kosten machen im Durchschnitt rund 800 € pro Haushalt und Monat aus, immerhin ein ganzes Viertel unserer Gesamtausgaben. Karla, 35, Single, in einer ländlichen Gegend in NRW lebend, möchte passives Einkommen erzielen – allerdings eines, das diesen Namen verdient, also nicht nur ein besseres Taschengeld.

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Ich lege mein Geld in die besten Aktien an. Ich freue mich dabei über Zuwachsraten von 140 Prozent in fünf Jahren – macht rund 19 Prozent im Jahr. Mit minus 0,69 kannst du mich nicht locken. Neben der reinen Kaltmiete (oder den Kreditraten fürs Eigenheim) gehören zu diesem Posten auch die Kosten für Heizung und Strom, Gas und Warmwasser.

Und das war jetzt schon eine großzügige Abschätzung, denn immerhin bin ich von einem Ein-Personen-Haushalt ausgegangen. Teilst du dir die Wohnung mit deinem Partner, dann hat vielleicht jeder einen eigenen Schrank und es kommen noch einmal 10 Quadratmeter für Hobby und ein bisschen Freiraum oben drauf. Dafür teilt man sich aber Bad, Küche und Wohnzimmer. So kommt man vielleicht auf insgesamt 42 Quadratmeter bzw. Bei drei Personen ist dann schon eine größere Sitzecke und eine etwas geräumigere Küche praktisch, trotzdem schrumpft die Pro-Kopf-Wohnfläche noch einmal weiter.

Hört rein bei Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Podimo und überall, wo es Podcasts gibt. Copyright © 2023 Business Insider Deutschland GmbH. Warum wird plötzlich etwas zugegeben, was Finanzexperten schon seit Jahren ankündigen? Vielleicht ist es darauf zurückzuführen, dass die Bank am 7.

  • Und deshalb rechnet sich die Immobilie für sie.
  • Diese Beispielrechnung und Floskel habt ihr bestimmt schon mal gehört oder auch selber gesagt.
  • Im Übrigen hat ein Viertel aller deutschen Eigenheimbesitzer über 69 Jahre einer kürzlichen Untersuchung zufolge es nicht geschafft, ihre Immobilie voll abzubezahlen.
  • Ich bin überzeugt, dass Wohnen überhaupt nicht so teuer sein muss.
  • Wenn du dem Prinzip So klein wie möglich folgst, mietest oder kaufst du nur genau so viel, wie du für diese Alltagstätigkeiten gerade brauchst.
  • Hier veröffentlichen wir alles Wichtige zu den Folgen und spannende Learnings, Fakten und Tipps aus der Finanzwelt.

Heuchlerisch sind auch die widersprüchlichen Methoden der Zentralbanken und Institutionen, die regelmäßig auf der ganzen Welt praktiziert werden. Schließlich veröffentlichte der IMF erst vor wenigen Monaten ein Dokument, in dem der in den 1870er Jahren eingeführte Goldstandard in Deutschland angeprangert und als Auslöser für Instabilität im globalen Währungssystem bezeichnet wurde. Düstere Prophezeiungen eines bevorstehenden Finanzcrashs sind keineswegs neu. Generell finden diese Berichte jedoch wenig Aufmerksamkeit im Mainstreamdiskurs. Wie Mario Draghi in den letzten Jahren bereits mehrfach darauf hingewiesen hat, reicht die reine Darstellung eines »Weltuntergangsszenarios« bereits aus, dass genau die Prophezeiung eintritt, vor der einst gewarnt wurde. Ich glaube, für unsere langfristige Zufriedenheit ist eher entscheidend, mit wem wir zusammen wohnen.

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In den 50ern ziehen meistens die Kinder aus dem Haus. Im höheren Alter verstirbt vielleicht ein Partner und man verbleibt alleine in der gemeinsamen Wohnung. Die Grafik fördert beeindruckende Fakten zu Tage. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Wohnfläche (über alle Altersklassen) beträgt ganze 45 m². Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von rund zwei Personen ist das also mehr als doppelt so viel Wohnfläche wie ein Normalbürger für ein komfortables Leben überhaupt benötigt. Rechne ich das alles zusammen, komme ich auf eine Fläche von rund 30 Quadratmetern.

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Großstädte sind leergekauft und wo noch ein Plätzchen frei ist, wird neu gebaut. Auch im Umland steigen die Preise, seit sich Homeoffice stärker verbreitet. Der Platzbedarf scheint ungebrochen zu wachsen. Aber lohnt sich die selbstgenutzte Immobilie immer noch für jeden? In der Neuauflage seines Standardwerks lehrt er die Leserinnen und Leser das Rechnen. Denn ein Angebot, das zu gut klingt, um wahr zu sein, hat meist einen Haken.

Dazu kommen Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltung, Grundsteuern sowie Nebenkosten wie Abwasser oder Abfallentsorgung. Ich bin zwar Bankkaufmann und Ökonom mit Abschluß der Schweizer Elite-Universität St. Gallen, aber ich arbeite bei keiner Bank, bei keiner Vermögensverwaltung, bei keiner Fondsgesellschaft und auch bei keiner Versicherung. Ich vermittle ausschließlich Geldbildung®. Du kannst Dich damit auf die Unabhängigkeit und die Fundiertheit der Informationen verlassen.

Ich bin überzeugt, dass Wohnen überhaupt nicht so teuer sein muss. Wenn unsere Wohnung dem Zweck dienen soll, dass wir darin zufrieden und komfortabel leben können, dann sind die Wohnausgaben der meisten Deutschen häufig aus dem Fenster geworfenes Geld. Im August 2021 ist eine neue Auflage von Gerd Kommers Buch ›Kaufen oder mieten?

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