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Kadir Padir Tot

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Vor Kurzem veröffentlichte Zargaran ein Buch über seine Geschichte und seinen Ausstieg bei den Hells Angels. Da seine Aussage in Rockerkreisen das Todesurteil bedeutet, lebt der 35-Jährige heute unter neuem Namen im Zeugenschutz. Die lebenslange Haftstrafe, die der heute 33-Jährige im Oktober 2019 erhielt, könnte allerdings zu hoch sein. Denn das Berliner Landgericht habe in der Zumessung des Strafmaßes nicht ausreichend berücksichtigt, dass T.

  • Heute ist er 35, Ex-Mitglied der Hells Angels, hat eine längere Haftstrafe verbüßt und lebt unter Polizeischutz.
  • Da seine Aussage in Rockerkreisen das Todesurteil bedeutet, lebt der 35-Jährige heute unter neuem Namen im Zeugenschutz.
  • Im Prozess saß der 32-Jährige separat hinter Panzerglas, bekommt Personenschutz.
  • Für die Staatsanwaltschaft ist klar, dass die Verbotsverfügung wohl vorher an die Gruppe verraten wurde, wie sie in der Anklage schreibt.
  • Zweitens Kriminelle, die ihre illegalen Machenschaften dadurch absichern wollen und viel Geld verdienen möchten.

Es gab nicht viele Kids mit Migrationshintergrund. Meine Eltern hatten nicht so viel Geld, wie die Eltern meiner Klassenkameraden. Schließlich bin ich auf der Hauptschule gelandet. Weitere Informationen finden Sie unter Datenschutz, dort können Sie Ihre Cookie-Einstellung auch nachträglich ändern oder Ihre Zustimmung widerrufen. Wir beliefern Sie automatisch mit den künftigen (noch nicht erschienenen), kostenpflichtigen Aktualisierungen.

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An diesem Spätsommertag bis in den Saal 500. Die Zuschauer müssen ihre Telefone abgeben und sich von Justizbeamten in schusssicheren Westen mit Metalldetektoren absuchen lassen. Es gilt, Attentate, Ausbruchsversuche, Angriffe aller Art zu verhindern.

Unter Szenekennern weitgehend unstrittig ist, dass die bekannten Großfamilien die Hoheit über Rotlichtlokale und Kleindealer der Rocker übernehmen werden, sollten die Angeklagten in Haft bleiben. In seinen Aussagen bei der Polizei ordnet der “Perser” als erstes die Tatbeteiligten den Bildern der Überwachungskamera zu. Dann beschreibt er Rockerchef Kadir Padir als unumschränkten Herrscher seines Hells Angels Charters. In einem, möglicherweise entscheidenden Punkt, widerspricht er jedoch den Ermittlungen der Polizei. Von einem “Mordauftrag durch Padir” habe er nichts mitbekommen. “Kadir ist kein Doofer. Der würde sich nicht vor 30 oder 40 Leute stellen und sagen ‘Bringt den mal um.'” In diesem einen Punkt will die Staatsanwaltschaft der Version von Z.

Aber damals hat er sicher nicht mit uns rumgehangen, weil wir so gut befreundet waren. Ich hatte keine Lust mehr, mich für ein paar Hundert Euro im Monat herumschubsen zu lassen. Auf St. Pauli habe ich dann einen alten Bekannten getroffen. Der hat mich mitgenommen zur Legion 81, einem Supporter-Club der Hells Angels in Kiel.

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Der damals noch vergleichsweise neue und für seine Skrupellosigkeit und Gewaltbereitschaft bekannte Zweig der Hells Angels war damit Geschichte. Im Jahr 2012 kam es etwa zu einem Mordanschlag auf einen ehemaligen Präsidenten des Berliner Hells Angels Charters „Nomads“, den 47-jährigen André Sommer. Sommer wurde vor seinem Lokal, dem „Germanenhof“ in Hohenschönhausen angeschossen. Das letzte Verbotsverfahren gegen Rocker ist zwölf Jahre her. Der damalige Innensenator Frank Henkel (CDU) hatte 2012 die Ortsgruppe „Berlin City“ verboten.

Dass das Buch seine Sicht erzählt, ist ihm wichtig. “Ich kann mit schwierigen Situationen besser umgehen. Wenn ein Kassierer früher unfreundlich war, habe ich aufs Kassenband geschlagen. Heute bezahle ich und gehe einfach.” “Irgendwann muss man sagen, ich geh jetzt links oder rechts”, begründet er die Entscheidung heute. Deshalb lebt Zargaran heute nicht mehr in Berlin. Seine frühere Partnerschaft ging kaputt, das Verhältnis zur Tochter war viele Jahre schwierig.

Der ehemalige Berliner Hells Angel lebt seitdem im Zeugenschutzprogramm und muss um sein Leben fürchten. Aus Sicherheitsgründen greifen Polizeistreifen nicht zu, wenn Rockertreffs kontrolliert werden sollen, sondern rufen das SEK – so bleibt Extrazeit, um Verdächtiges verschwinden zu lassen. Discobetreiber überlassen Rockern die Türsteherjobs, allerlei Kleinkriminelle akzeptieren die von ihnen diktierten Konditionen.

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Zargaran nimmt sich einen eigenen Verteidiger und entscheidet sich, als Kronzeuge auszusagen. Am Ende wird er ebenfalls wegen Mordes verurteilt, kommt aber mit zwölf Jahren Strafe glimpflicher als die meisten seiner Mitangeklagten davon. Im Prozess wird deutlich, dass er bei Padir ohnehin schon in Ungnade gefallen war. Zargaran selbst kommt aus einer Hamburger Mittelschichtsfamilie, dennoch rutschte er in die Kriminalität ab. Gegenüber dem „Tagesspiegel“ erklärt er, es gebe drei Typen von Männern, die sich für eine Mitgliedschaft bei einer Rockergruppe entscheiden.

Die Staatsanwaltschaft ist sich sicher, dass Yakup S. Den Mord bei Kadir P. in Auftrag gab, um die Verletzung des Bruders zu vergelten. Als Teil der KMN Gang revolutionierte er den Sound von Deutschrap. Doch sein Aufstieg war keine Selbstverständlichkeit. Zuna, bürgerlich Ghassan Ramlawi, wird in einem kleinen Dorf im Libanon geboren.

Für den Prozess sind zwei weitere Verhandlungstage und eine Entscheidung am Freitag anberaumt. Insgesamt elf Mitglieder des Rockerclubs Hells Angels wurden für den Mord verurteilt. Zehn von ihnen erhielten eine lebenslange Freiheitsstrafe – darunter auch der Schütze Recep O. Der damals 29-Jährige war zwar nicht dabei, gab den Mord allerdings in Auftrag und wurde daher wegen Anstiftung verurteilt. Gezielte Attacke auf den Boss der Berliner Hells Angels!

Lesen Sie hier alles zum Rocker-Prozess.

Nach den TKÜ-Vermerken fielen Ausdrücke wie „Hurensohn“, „ist der besoffen, Alter? “ oder „Ist der Junge manisch, wie oft hat er Prügel von uns bekommen! Außerdem beleidigte er Özbeks Mutter, die er „ficken“ wolle. Fünf Tage nach diesen Telefonaten war Tahir Özbek tot. Die schusssichere Weste trug er seit Anfang des Jahres nicht mehr; er fühlte sich wohl wieder sicherer.

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Am 29.Oktober erhielt das LKA einen Hinweis. Ein Mann aus dem Milieu gab an, dass Kadir P. den Mord an Özbek befohlen haben soll.Die Fahnder nahmen den Hinweis ernst und leiteten ein Ermittlungsverfahren gegen den Rockerboss ein. Kurze Zeit später erhielten sie einen weiteren Hinweis darauf, dass Özbeks Leben in Gefahr ist. Am 30.Oktober hielten Zivilfahnder einen braunen Porsche Panamera auf der Wilmersdorfer Straße in Berlin-Charlottenburg an. Auf die Auseinandersetzung vor dem „Traffic“ ansprechen, sagt der, er wolle nur, dass „die bestraft werden“. Gingen die „in den Knast“, sei alles okay, wenn „nicht, tun wir es!

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Nach dem Mord an einem Konkurrenten der Hells Angels erzählte Cenkay T. Doch dem Gericht reicht das nicht, um seine Haftstrafe zu verkürzen. 13 maskierte Männer, alle Mitglieder der Rockergruppe Hells Angels Berlin City HABC, brachen am Abend des Vorfalls in das Reinickendorfer Wettcafé ein, in dem zbek Stammgast war.

Es sind sektenartige Strukturen, die nun sein Leben bestimmen, mit unumstößlichen Hierarchien. Die sozialen Kontakte beschränken sich weitgehend auf die Hells Angels und deren Treffen. Es folgt Bewährungsprobe auf Bewährungsprobe, bei der die Loyalität zum Klub immer wieder neu unter Beweis gestellt werden muss.

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Doch es ist auch das Verbrechen mit den weitestreichenden Konsequenzen für die organisierte Kriminalität der Hauptstadt. Denn der Auftraggeber des Mordes, der Rocker-Pate Kadir P., und weitere Mitglieder der Berliner Hells Angels wurden verhaftet und vor Gericht gestellt. Der Prozess endete 2019 nicht nur mit neun inzwischen rechtskräftigen Verurteilungen wegen Mordes, er sorgte auch dafür, dass die Berliner Hells Angels inzwischen Geschichte sind. Gemeinsam mit den anderen Beteiligten wird er wegen Mordes angeklagt. Doch inzwischen ist seine Loyalität zum Klub nicht mehr groß genug, um das Gesetz des Schweigens einzuhalten.

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Man bekam Respekt, wenn man sich für seine Brüder grade macht – also bei Schlägereien gegen andere Gangs vorne mit dabei ist. Nach einer “entspannten Jugend” geriet er ins Rotlichtmilieu auf der Reeperbahn – dann zu den Hells Angels. Jetzt spricht Kassra Zargaran über seinen Werdegang bei den Rockern. Sollte Ihr Anliegen nicht dabei sein, finden Sie weitere Auskünfte zu Ihren Fragen auf unseren Serviceseiten. Wenn er von den Jahren als Hells Angel erzählt, mischen sich Verwunderung und Verdrängung. Verwunderung darüber, dass er den Regeln der Hells Angels so naiv und bereitwillig gefolgt ist.

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