Wednesday, December 8, 2021
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Interview mit Polens Vize-Menschenrechtskomissarin: “Geschlagen wie die Tiere”


Hanna Machińska hat Zutritt zum Sperrgebiet an welcher Grenze zu Weißrussland. Ein Interview mit welcher polnischen Vizekommissarin zu Händen Menschenrechte obig ein Leben wie im Krieg.

Hanna Machińska ist im Moment mächtig im Stress, im Gegensatz dazu sie nimmt sich zu Händen dasjenige Interview mit t-online in Warschau eine Stunde Zeit. Die 70-jährige Juristin gehört zum Büro des sogenannten “Ombudsmanns” in Polen, sie ist Vizekommissarin zu Händen Menschenrechte. Dasjenige Verwaltungsgemeinschaft, dasjenige sogar in welcher Verfassung erwähnt wird, soll dazu sorgen, dass die humanitären Standards im Nationalstaat eingehalten werden.

Machińska war wie eine welcher wenigen Personen im Sperrgebiet an welcher Grenze zu Polen. Ein Gespräch obig ihre Erlebnisse – und darüber, welches jetzt zu tun ist.

t-online: die noch kein Kind geboren hat Machińska, wie wütend sind Sie gen Alexander Lukaschenko?

Hanna Machińska: Vor allem sind wir sehr sorgsam obig die Situation, die Lukaschenko hier erzeugt hat. Man darf nicht vergessen: Dasjenige ist ja keine abstrakte Neutralleiter an welcher Grenze, sondern dasjenige sind Individuen, einzelne Menschen mit jeweils ihrer eigenen Historie, die jetzt dort stillstehen. meine Wenigkeit kann jetzt schon sagen: Dasjenige ist die größte schlimmer Zustand seit dem Zeitpunkt dem Jahr 1989.

Welches tun Sie, um die schlimmer Zustand einzuhegen?

Wir wie Ombudsstelle mitteilen uns immer wieder ungelegen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen des hier verhängten Notstands. Wir sind mit verschiedenen einzelnen Flüchtlingen im Gespräch und wir nach sich ziehen zudem verschiedenartige rechtliche Instrumente, um uns für Verstößen gegen dasjenige Vorschrift an die Staatsanwaltschaft zu wenden.

Werden Sie beiläufig in den Heimatländern welcher Flüchtlinge umtriebig?

Wir versuchen es. Wir nach sich ziehen dasjenige Außenministerium gebeten, künftige Migranten aus den arabischen und afrikanischen Ländern wie dem Kongo oder Kamerun obig die großen Gefahren hier an welcher Grenze zu informieren. Insoweit nach sich ziehen wir beiläufig dasjenige Außenministerium gebeten, eine Informationskampagne zu starten in den Gebieten, wo die Flüchtlinge herkommen: Es braucht Rekognoszierung, dasjenige ist lebensnotwendig. Sie sind doch politischer Journalist: Wie viel wissen Sie denn obig dasjenige Geschehen im Sperrbereich?

Sozusagen nichts, Journalisten nach sich ziehen keinen Zugang.

Sehen Sie, da geht es Ihnen wie den meisten Menschen in Polen: Es dringt ja praktisch nichts nachher im Freien. Und wir, die wir wie Kommissare den Zugang nach sich ziehen, die Erlaubnis haben gesetzlich nicht aufgebraucht Informationen weitergeben. Trotzdem wir informieren obig die Gebiete, wo wir dasjenige können – und zeigen, wie gefährlich die Situation ist. Welches Vertrauen schenken Sie, wie viel größer dasjenige Nichtwissen in den Heimatländern welcher Flüchtlinge ist! Da Vertrauen schenken die Menschen, dass sie problemlos nachher Polen kommen und in europäischen Ländern bleiben können. Erst vor Ort registrieren sie, dass dasjenige ein Irrtum ist. Jener zu Händen manche sogar tödlich endet.

Hanna Machińska im Gespräch mit t-online: “Wie viel wissen Sie denn obig dasjenige Geschehen im Sperrbereich?” (Quelle: Michael Körner zu Händen t-online)

Die Flüchtlinge nach sich ziehen nix Vorstellung von dem, welches sie hier in Weißrussland und Polen an welcher Grenze erwartet?

So ist es. Wenige sind Studenten, die können sich orientieren und konnten vielleicht grob ahnen, worauf sie sich einlassen. Trotzdem die allermeisten Menschen an welcher Grenze nach sich ziehen praktisch nix Entstehung genossen. Viele können nicht einmal ihren eigenen Namen schreiben, maximal verdongeln Sprung. Sie sind problemlos in den Flugkapitän gestiegen, ohne sich welcher Risiken und Schwierigkeiten geistig zu sein. Z. Hd. sie muss erst mal Rekognoszierung geschaffen werden, damit nicht noch mehr in ihr Unheil laufen.

Welches können Sie obig die Situation im Grenzstreifen berichten?

meine Wenigkeit kann nicht was auch immer erzählen, weil beiläufig wir nicht im Detail obig dasjenige Notstandsgebiet in welcher Sperrzone sprechen die Erlaubnis haben. Doch es gibt Hunderte von Beispielen, die zeigen, wie überreizt die Situation ist. Wir nach sich ziehen von einer jungen Schraubenmutter im Randgebiet firm, die verdongeln Schwamm ausgewrungen und dasjenige schmutzige Wasser mit welcher Instant-Milch zu Händen ihr Kind vermischt hat. Sie wusste, welches sie tat: Es war welcher sichere Tod zu Händen dasjenige Kleinstkind, im Gegensatz dazu sie konnte nicht unähnlich, dasjenige Kind hatte Hunger.

Unglaublich.

Viele Schwangere Ergehen sich aufgrund von dramatischen Ringen mit belarussischen Soldaten in einer extrem kritischen Position. Teilweise werden sie jetzt gen Philanthropie-Stationen versorgt, doch insgesamt ist noch zu wenig Hilfe da. Wissen Sie, worauf ich am meisten achte, wenn ich den Flüchtlingen im Randgebiet begegne?

Aufwärts die Kleidung?

Die Schuhe. Die Schuhe! Solche sind nass, oft durchgelaufen, die Menschen frieren dann sprichwörtlich von welcher Sockel ihres Körpers an. Wir herbringen natürlich beiläufig selbst Kleidung rein, im Gegensatz dazu es die Erlaubnis haben ja nur mächtig wenige Menschen ins Sperrgebiet. Zum Hochgefühl konnte kürzlich dasjenige Rote Kreuz unter unserem Sicherheit einigen Flüchtlingen helfen, wir nach sich ziehen die Retter durch die Polizeikontrollen gebracht.

Hanna Machińska vor ihrem Büro in Warschau: "Es gibt Hunderte von Beispielen, die zeigen, wie angespannt die Situation ist."  (Quelle: Michael Körner für t-online)Hanna Machińska vor ihrem Büro in Warschau: “Es gibt Hunderte von Beispielen, die zeigen, wie überreizt die Situation ist.” (Quelle: Michael Körner zu Händen t-online)

Wie finden Sie die Menschen dort? Die polnischen Wälder sind sehr weitläufig.

Es ist sehr, sehr schwierig, dasjenige ist völlig richtig. Die Flüchtlinge stromern durch den Wald, sie sind sozusagen unsichtbar. Wenige zeugen in voller Absicht ihre Taschenlampen aus, damit sie von den patrouillierenden Polizisten nicht gefunden werden können. Eine große Rolle spielen die Anwohner, die die Erlaubnis haben ja beiläufig ins Randgebiet: Die normale Volk hilft den Flüchtlingen, wo sie kann. Und manchmal beiläufig schon die Hilfsorganisationen, die schleichend in die Zone die Erlaubnis haben. Ab und zu gibt es dann doch Hoffnung.

Erzählen Sie.

Vor zwei Wochen begegneten wir in den Wäldern nachts einem Vater mit seiner Tochter, es war ein Teil einer größeren Familie. Schon obig ein zwölf Stück Mal hatten sie versucht, die Grenze nachher Polen zu durchfahren, doch sie wurden immer wieder zurückgeschickt. Dann verloren sie sich, und welcher Vater war mit welcher Tochter nur. Die Tochter ist ein 15-jähriges Mädchen, dasjenige mir sagte, sie wolle erst gen eine polnische Schulhaus in Betracht kommen und dann mal in Harvard studieren. Dasjenige erzählte sie mir nachts, mitten im Wald. Unglaublich, oder?

Und dann?

Wir brachten den Vater mit seiner Tochter zur nächsten Grenzstation und wie durch ein Wunder stand dort schon welcher Rest welcher Familie. Es mag stummelig tönen, doch es war unglaublich. Manchmal gibt es ein Happy End. Sogar einer welcher umherstehenden Soldaten hat geweint, es spielen sich hier echte Tragödien ab. Denn man muss lukulent sagen: Z. Hd. die belarussischen Soldaten sind die Flüchtlinge keine Menschen: Sie werden geschlagen wie die Tiere. Und sie hetzen Hunde gen sie.

Sie werden an die Grenze ruhelos, und wenn sie es doch rüber schaffen, beiläufig von polnischen Kräften zurückgedrängt.

Ja, Push-Back heißt selbige Methode. Dasjenige klingt so harmlos, im Gegensatz dazu ich kann mir dasjenige ehrlich gesagt kaum vorstellen – obwohl ich es natürlich sozusagen miterlebt habe. Push-Back, wissen Sie, welches dasjenige heißt? Da sitzen daher die weinenden Familien gen dem Waldboden. Und dasjenige polnische Militär und die Belarussen stoßen sie dermaßen heftig in Richtung welcher Grenze zurück, dass sie künftig keinen weiteren Anlauf versuchen. Ganz im Zeremoniell: Wie gewaltsam muss dasjenige denn sein? Man fühlt sich unterdies an dunkelste Zeiten erinnert.

Sie sprechen vom Zweiten Weltkrieg.

meine Wenigkeit bin die erste Generation, die nachher dem Krieg geboren wurde. Die Situation lässt sich nicht schnell mit dem Zweiten Weltkrieg vergleichen, im Gegensatz dazu: Menschen irren im Dunkeln herum, zwischen dem Bäumen. Und wieder nach sich ziehen sie Furcht vor dem Militär, dasjenige Jagen gen sie macht.

Hanna Machińska in ihrem Büro in Warschau: "Und wieder haben sie Angst vor dem Militär, das Jagd auf sie macht." (Quelle: Michael Körner für t-online)Hanna Machińska in ihrem Büro in Warschau: “Und wieder nach sich ziehen sie Furcht vor dem Militär, dasjenige Jagen gen sie macht.” (Quelle: Michael Körner zu Händen t-online)

Die polnische Regierung zeigt sich im Gegensatz dazu halb unerbittlich: Es werden immer mehr Soldaten an die Grenze verlegt.

Natürlich. Im Grunde muss welcher Staat die Säumen schützen, dasjenige ist ja beiläufig richtig. Trotzdem wir die Erlaubnis haben die Menschenrechte nicht vergessen. Z. Hd. uns wie Ombudsstelle steht welcher Grenz- nicht im Widerspruch zum Menschenschutz. Wir sollen die Einzelfälle genau prüfen und dann entscheiden. Und wir nötig haben mehr internationale Unterstützung für dieser schlimmer Zustand.

Wie von Frontex, welcher EU-Vertretung zu Händen Grenzschutz?

Unter anderem. Ein Vertreter von Frontex wurde erst kürzlich hier an die Grenze geführt: Er durfte sich dasjenige einmal von kurzer Dauer besichtigen und musste dann wieder in Betracht kommen. Wir nötig haben spürbar mehr Kraft von Frontex. Gut ist, dass welcher Menschenrechtskommissar des Europarats am heutigen Montag kommen wird. Und im Prinzip wäre es beiläufig wünschenswert, wenn Vertreter welcher Vereinten Nationen in die Region kommen.

Warum lässt die polnische Regierung die Menschen nicht problemlos ins Nationalstaat und verteilt sie dann obig Europa?

Dasjenige sollen Sie die Regierung fragen. Die würde Ihnen vermutlich sagen: Wenn wir dasjenige zeugen, dann beginnt die nächste Flüchtlingswelle und es ist was auch immer nicht mehr zu stoppen. meine Wenigkeit hätte verdongeln anderen Lösungsansatz.

Welchen?

Die Migranten verdienen individuelle Verfahren, man sollte nicht aufgebraucht obig verdongeln Kamm scheren. Eine strenge Politik welcher Intervention führt die Menschen nur in die Fallgrube. Trotzdem wer die entsprechenden Dokumente vorlegen und vorbehalten kann, dass er wirklich Sicherheit braucht, welcher darf in Polen bleiben.

Wie steht die polnische Volk zu den Flüchtlingen?

Nicht so ungelegen, wie man Vertrauen schenken könnte. Soweit ich weiß, sind viele Polen entsetzt darüber, welche Zustände schnell vor unserer Grenze regieren. meine Wenigkeit hatte schon Gespräche mit Vertretern welcher polnischen Hotellerie: Die nach sich ziehen uns gesagt, dass sie sehr mit Freude Ausbildungsplätze bewilligen, die Unterkunft und Entstehung von Migrantenfamilien zusammenbringen wollen. Zweierlei Kirchen, die protestantische und die katholische, nach sich ziehen zudem dazu aufgerufen, eine Gattung “humanitären Korridor” in die Sperrzone zu legen. Und verschiedenartige prominente Schauspieler wollen die Migrantenfamilien ebenfalls unterstützen. Natürlich gibt es beiläufig die Nationalisten, zu Händen die Flüchtlinge immer eine Gefahr darstellen – im Gegensatz dazu dasjenige ist nicht die Plural.

Gibt es eine Unwägbarkeit, dass doch noch Journalisten in die Sperrzone die Erlaubnis haben, um obig die Zustände dort zu berichten?

Es gibt vorsichtige Signale in selbige Richtung, im Gegensatz dazu noch ist nichts sicher. Und natürlich setzen wir uns seit dem Zeitpunkt Wochen dazu ein, dass Medien endlich berichten können. Doch noch wichtiger ist, dass Hilfsorganisationen wie dasjenige Rote Kreuz, Ärzte ohne Säumen und Ärzte an welcher Grenze endlich umfassenden Zugang zu dem Gebiet bekommen. Denn sie können den Menschen wirklich helfen und dasjenige ist schmerzlich nötig. Wenn man in die Gesichter welcher Menschen blickt, kann man selbige Bilder niemals vergessen. Und wissen Sie, welches die polnische Regierung nun plant?

Eine Wand an den Überleitung zur Grenze nachher Weißrussland zu konstruieren.

Genau. Es ist unglaublich. Die Wand ist keine Störungsbehebung! Die Störungsbehebung sind ordentliche Verfahren zu Händen die Migranten, nichts anderes.

die noch kein Kind geboren hat Machińska, vielen Danksagung zu Händen dieses Gespräch.



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