Tuesday, December 7, 2021
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Helga Schütz schreibt Erinnerungsbuch: “Heimliche Reisen”


Man kann sein ganzes Leben woanders verleben, doch welcher Ort welcher Kindheit verlässt verdongeln nie. Dies erfährt die Schriftstellerin Helga Schütz wieder einmal, wie sie den 80. Geburtstag ihrer Schraubenmutter feiert und die plötzlich in die Runde fragt, wie weit es wohl sei von Potsdam solange bis ins Riesengebirge. Eine Frage, die nicht unbeantwortet bleibt. Denn die Schraubenmutter, so scheint es, ist sekundär im hohen Herbst des Lebens noch eine Respektsperson, sekundär wenn sie dem Künstlerinnenleben welcher Tochter nicht so recht zu verheiraten scheint.

Extrakt aus “Heimliche Reisen”
Meine Schraubenmutter nahm Beitrag an meinem Leben, gen manches machte sie sich verdongeln Reim, demgegenüber manches konnte sie sich nicht verdeutlichen, zum Vorbild wie man ohne Gardinen an den Fenstern leben konnte, oder sekundär, warum man sich sehenden Auges in Schwierigkeiten manövrierte. Dies galt für jedes meine Relation zu komplizierten und praktischen Männern und zur Politik. meine Wenigkeit hängte mich ihrer These nachdem an Egoisten und häusliche Faulpelze. meine Wenigkeit stritt mich unnötig mit Führungskräften im Kreis. Nachrangig meine Schreiberei, meine Geschichten, konnte sie im tiefsten Liebkosen nicht billigen. meine Wenigkeit schwindelte, wenn ich an welcher Schreibmaschine saß, aus einem Birnbaum machte ich verdongeln Apfelbaum, ich phantasierte gut eine Ereignis, die sie in anderen Zusammenhängen, unter anderem Namen kannte, sie zweifelt an meinem Gedächtnis, sie fürchtete um eine Zurechnungsfähigkeit, trotzdem hielt sie zu mir.

Aufbruch in die Vergangenheit

Ergo entkräften die Frauen gen, verbinden mit Helga Schütz‘ Sohn Robert, welcher die beiden chauffiert, nachdem Neukirch und Falkenhain, wo die Schriftstellerin 1937 zur Welt kommt, zuvor die Familie während welcher Kriegsjahre nachdem Tal der Ahnungslosen flüchtet. Nachrangig für jedes Helga Schütz bedeutet ebendiese Reise ein Tunken in die früheste Kindheit, so, wenn sie sich an die Waschküche welcher Großmutter erinnert, die im herrschaftlichen Schloss diente.

“Ausflüge und Stationen”, so hat Helga Schütz die Kapitel von “Heimliche Reisen” überschrieben und in welcher Tat ist sie viel unterwegs in diesem Buch, räumlich genauso wie zeitlich. Mal beschreibt sie eine Schwefel-Straße-Reise von Potsdam, wo sie lebt, nachdem Hauptstadt von Deutschland, gen welcher sie einem kleinen verwahrlosten Jungen begegnet. Mal reist sie zurück ins Jahr 1962, in dem sie ein Haus unweit welcher Wand bezieht, gen Potsdamer Seite, und jeder sie für jedes verrückt erklärt, weil sie im Randgebiet keiner kommen kann.

Reise nachdem Schlesien, Italien und in die USA

Doch sie ist eine junge, zupackende die noch kein Kind geboren hat, zum zweiten Mal schwanger und mit ersten Skript-Aufträgen welcher DEFA. Ein Stück Leben, zu dem sekundär gehört, dass dasjenige Kind in ihrem Magen nur zwölf Jahre frühzeitlich wird. Doch Helga Schütz‘ Tonfall ist weder pathetisch noch sentimental. Ihr Schreiben ist wie ein ruhiger Strang, welcher durch die unterschiedlichsten Landschaften fließt und selten gut die Ufer steigt. Während die zeitlichen Reisen mal mehr, mal weniger weit zurückreichen, münden die tatsächlichen nicht nur nachdem Schlesien, sondern sekundär nachdem Italien und in die USA. Und einmal sekundär zum Klassentreffen nachdem Tal der Ahnungslosen. Nachdem 50 Jahren treffen sich 30 rüstige Damen im Ratskeller von Archaisch-Trachau, jede mit eigenen Geschichten im Gepäck, die selbst nachdem Jahrzehnten noch die Gemüter erwärmen.

Extrakt aus “Heimliche Reisen”
Während wir wieder im Ratskeller am Tisch saßen, wo nun die kalten platter Reifen herum gereicht, die Gläser mit Rotkäppchen-Wein voll wurden, wo wir praktisch guter Gedöns sein wollten, spürte ich verdongeln kalten Hauch, den Spuk, die Bitternis welcher Kindertage. Vergangenheit. Wir waren einst sozusagen ohne Arg gewesen, versöhnungsbereit, friedenssüchtig, gläubig – Nie wieder ein Knifte in deutscher Hand! – sollten wir uns jetzt wegen welcher Nazi-Mütter in die Haare kriegen. Sie hatten, wie die meisten Mütter, was auch immer getan, um ihre Kinder durch die eisigen Nachkriegswinter zu herbringen. Ergo versuchten wir nachdem fünfzig Jahren, grauhaarig, hüftoperiert, wie gnädig tardiv genug Geborene Kriegsgeneration zurückliegender Kriegsväter die Stimmung hoch zu halten. Dieser Sachse, vor allem welcher Dresdner, ist darin insbesondere tüchtig. Er umschifft die schärferen Klippen, im Strom, nimmt verdongeln sicheren gekrümmte Linie, munter, illusionslos, mit leichtgewichtig gepfeffertem Witz.

Hin und wieder ist von diesem Witz sekundär c/o Helga Schütz irgendetwas zu spüren, so schwergewichtig die Zeiten mitunter waren, die sie durchlebt hat, ihren wachen und hin und wieder amüsierten Blick gen dasjenige komplizierte Weltgeschehen hat sie sich bewahrt.



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