Sunday, November 28, 2021
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Dieser Hashtag #Fashwave transportiert rechte Ideologie – Medien


Vor einem schwarzen Hintergrund zeichnet sich eine rote geometrische Figur ab, die einem griechischen Gottheit verwandt sieht. Die Augen sind lediglich zwei rote Laserpunkte, dieser Mund ist mit einem Totenkopfsticker trüb. Aufwärts dem dunklen Portrait in Retro-Optik steht “Equality is a false god” oder “Gleichberechtigung ist dieser falsche Gottheit”. Dies Portrait wurde aufwärts Instagram gepostet, dieser Name des Accounts lässt aufwärts ein deutsches Benutzerkonto schließen. Neben dem wütend aussehenden griechischen Gottheit reihen sich andere düstere, im Gegensatz dazu zusammen knallige Bilder aneinander, meist sind Gewehre oder Totenköpfe zu sehen. Oft rufen die Darstellungen zu einem Kampf gegen die Moderne aufwärts oder sind mit Postulieren wie “Die Welt gehört uns” unterlegt.

Sozusagen immer ist unter diesen Bildern dieser Hashtag “Fashwave” zu finden, obig 20 000 Beiträge versammeln sich aufwärts Instagram unter diesem Fachausdruck. Fashwave ist logisch aus dem Englischen von “fascism” und “wave”. Es ist ein Onlinetrend, mit dem rechte Nutzer versuchen, ihre Inhalte in den sozialen Medien zu verteilen. Hinter dieser bunten Ästhetik verstecken sich problematische Botschaften, die vor allem junge Männer hinhauen sollen.

“Fashwave will gewahr Sehnsucht nach Vergangenheit hervorrufen und mit rechtsextremen Vorstellungen verbinden.”

So bezieht sich Fashwave laut einem Nachprüfung dieser Amadeu-Antonio-Stiftung schnell aufwärts ein Musikstil dieser 2010er-Jahre namens Vaporwave, einer Mischung aus elektronischer Synthwave- und 80er-Jahre Diskomusik. Formschön fällt Vaporwave mit Neonfarben, verzerrten Bildern, antiken Statuen und Retro-Optiken aufwärts. Es ist eine Form dieser Kapitalismuskritik, die Optik soll gewahr irritieren, um so aufwärts ein Gefühl dieser Leere des Individuums in einer kapitalistischen Verband hinzuweisen. Derbei spielt speziell dies Gefühl dieser Sehnsucht nach Vergangenheit eine wichtige Rolle. Fashwave versucht, dieses umzudeuten: Während Vaporwave Sehnsucht nach Vergangenheit denn ein trügerisches Gefühl dieser Konsumgesellschaft entlarvt, “will Fashwave gewahr Sehnsucht nach Vergangenheit hervorrufen und mit rechtsextremen Vorstellungen verbinden”, wie es in dem Nachprüfung dieser Amadeu-Antonio-Stiftung heißt, die sich für jedes die Bekämpfung von Rechtsextremismus einsetzt.

Ebendiese Menge dieser Ästhetik ist Teil einer Onlinepropaganda dieser Rechten, um deren Inhalte in den sozialen Medien zu verteilen. Eine dieser wichtigsten Plattformen ist nun Instagram. Oft sind zusammen mit den Beiträgen die Botschaften nicht sofort denn unzweideutig rechts erkennbar, so mixen sich kontroverse Postulieren unter virtuell unpolitische, futuristische Bilder. Doch finden sich nachrangig immer wieder klare, rechtsextreme Symbole wie etwa dies Sonnenrad.

Dass die Rechte in den sozialen Medien lebendig ist, ist nicht neu. Sie greift immer wieder Onlinetrends aufwärts, um neue Zielgruppen zu hinhauen. So gibt es etwa Influencerinnen, die obig vermeintlich unpolitische, private Accounts ein reaktionäres Weltbild vermitteln. Fashwave wiederum ist Teil einer weltweiten, ultarechten Meme-Kultur. Memes sind Medieninhalte meist in Form eines Bilds, Texts oder Videos, zusammen mit dieser verschiedene Bilder und Elemente aufwärts eine humorvolle, ironische oder satirische Menge zusammengeführt werden. Sie enthalten meist eine gesellschaftspolitische Botschaft.

Es geht um die Einspruch dieser Moderne und die Darstellung klassischer männlicher Rollenbilder

Simon Strick setzt sich schon seit dieser Zeit einigen Jahren mit verschiedenen Gießen des digitalen Rechtsradikalismus kaputt. Dass Rechtsextreme sie Menge dieser Kommunikation nutzen, ist kein Zufall, wie dieser Gender- und Medienwissenschaftler beschreibt, dieser dies Buch “Rechte Gefühle – Affekte und Strategien des digitalen Rechtsradikalismus” veröffentlicht hat. “Es gibt keine ironische Verwendung von Hakenkreuzen”, sagt er im Gespräch mit dieser SZ. “Wir nach sich ziehen es online mit durchaus feierlich gemeinten Faschismen zu tun, die vortäuschen, sich hinter einem ironischen Rechtsradikalismus zu verstecken. Versteckt wird im Gegensatz dazu wenig.” Die Vermutung liegt von dort nahe, dass Rechtsextreme spezifisch Memes wählen, da deren scheinbare Zweideutigkeit oft nicht richtig eingeschätzt werden kann. Nebst Fashwave sind die zentralen Themen eine Einspruch dieser Moderne und die Darstellung klassischer, männlicher Rollenbilder. Aufwärts den den Bildern dieser Beiträge stillstehen immer wieder Botschaften wie “Kämpfe für jedes dein Nation” oder “Die Zivilisation ist gescheitert.”

Simon Strick sieht in Fashwave vor allem eine Ästhetik, die mit ihren Beiträgen versucht, dies Portrait einer “glorreichen Vergangenheit” zu vermitteln, die in die Zukunft projiziert werden soll, denn eine übrige Moderne. Dass sich die Rechten zusammen mit Fashwave an einer Ästhetik dieser 80er-Jahre bewirten, ist für jedes den Wissenschaftler naheliegend: “Z. Hd. die digitalen Akteure schien dort noch die Gesamtheit in Systematik, es war dies letzte Jahrzehnt unhinterfragter weißer Männlichkeit, und dies Jahrzehnt, wo dies Netzwerk denn grenzenloser Freiheitsraum vorstellbar war, im Voraus große Unternehmen aufwärts ihn zugriffen.”

Die Zahl dieser Abonnenten bestimmter Fashwave-Accounts ist relativ lütt im Vergleich mit anderen Influencern

Mit dieser Menge dieser Vermittlung rechter Online-Propaganda beschäftigt sich Veronika Kracher seit dieser Zeit einigen Jahren. Sie hat den Nachprüfung dieser Amadeu-Antonio-Stiftung mit zwei Kollegen verfasst. Z. Hd. sie hat Fashwave im wesentlichen zwei Funktionen. Einerseits sollen obig Algorithmen spezifisch rechte Inhalte verbreitet werden, eine andere Sache ist soll sich eine schon radikalisierte, rechte Szene in ihrem Welt- und Selbstbild bestärkt wahrnehmen. Wie siegreich Fashwave damit ist, ist wie zusammen mit anderen Onlinetrends schwergewichtig zu beurteilen. Wirft man kombinieren Blick aufwärts die Zahl dieser Abonnenten bestimmter Fashwave-Accounts, dann sind es mit ein paar Tausend Followern relativ wenige im Vergleich zu anderen Influencern. Z. Hd. Kracher ist jedoch jeder Bezieher schon einer zu viel: “Jeder Einzelne ist rechtsextremen Inhalten ausgesetzt und läuft Gefahr sich online zu radikalisieren”, sagt sie.

Z. Hd. Simon Strick gehört Fashwave denn Onlinetrend zu einem größeren diskursiven Wandel, in dem die Rechte es geschafft hat, reaktionäre und rassistische Gefühlslagen breitentauglich zu kommunizieren und die Säumen des Sagbaren zu erweitern. Dies Web ist nun ein Gefühlsraum und Memes eine Form dieser Kommunikation, die sich Rechte Vormittag zu eigen gemacht nach sich ziehen. “Man sollte Fashwave im Gegensatz dazu nicht nur denn Ästhetik kritisieren, sondern vor allem nachrangig die Politik hinter verstehen”, sagt dieser Medienwissenschaftler.

Denn Fashwave versucht spezifisch, Inhalte durch Ironie und grafische Elemente zu verschleiern. Wie zusammen mit dieser Verbreitung anderer Hetze im Netzwerk, wird eine Steuerung obig die Plattformen nicht reichen. “Die Plattformen nach sich ziehen kein politisches Motivation, sondern ein kommerzielles”, sagt Strick. Da Onlinetrends wie Fashwave sich an den Säumen des Strafbaren in Bewegung setzen, wäre ein Verbot keine effektive Problembeseitigung. Oft seien Fashwave-Beiträge oder andere Memes durch ihre Zweideutigkeit keiner strafbar. Ebenso würden sich rechte Kanäle durch Verbote lediglich andere Ausspielwege suchen. Dies fällt nachrangig zusammen mit Fashwave aufwärts. So findet man immer wieder Accounts, die aufwärts Instagram nicht mehr angezeigt werden, im Gegensatz dazu noch immer kombinieren Telegram-Sender besitzen, aufwärts dem ungeschützt rechte Fashwave-Memes veröffentlicht werden.

Eine Problembeseitigung mag sein, die Identitätsangebote dieser Rechten für jedes junge Menschen unattraktiv zu zeugen

Doch welches kann man einer Verbreitung solcher Beiträge entgegensetzen? Simon Strick sieht es denn eine zivilgesellschaftliche Zusage, die Gefühls- und Bildwelten dieser Rechten zu kontern und eine andere Gefühlspolitik zu betreiben. Dies heißt konkret: selbst aufwärts den sozialen Medien lebendig zu werden und übrige Memes zu produzieren. Ebendiese Zusage kann im Gegensatz dazu nur eine Verband übernehmen, die sich selbst denn grundlegend heterogen und divers versteht, findet dieser Genderforscher. Ebenso Veronika Kracher sieht eine langfristige Problembeseitigung darin, die Identitätsangebote dieser Rechten für jedes junge Menschen unattraktiv zu zeugen. Solange bis dorthin sei es im Gegensatz dazu vor allem eine Zusage dieser Bildungspolitik, junge Menschen vor solchen Inhalten zu schützen. “Es ist wichtig, dass Jugendliche lernen, rechte Bildsprachen zu wiedererkennen”, sagt sie.

Doch nicht nur junge Menschen sollten dies lernen, sondern nachrangig Mitwirkender dieser sozialen Medien. Denn oft wiedererkennen die Algorithmen offene rechtsextreme Symbole wie etwa dies Sonnenrad nicht, sagt Kracher. Hier sollen die Mitwirkender dieser Plattformen lebendig werden. Welches strafbar ist, sollte gemeldet und gelöscht werden. Inwieweit Plattformen wie Telegram dieser Verantwortung gerecht werden, ist sehr wohl unsicher. Denn aufwärts die Frage, wo illegale Inhalte zusammen mit dem Messengerdienst gemeldet werden können, steht aufwärts deren Website denn Reaktion: “Aus Telegram- und Gruppenchats sind die Privatsache dieser jeweiligen Nutzer. Wir hauen keine diesbezüglichen Anfragen.”



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