Friday, December 3, 2021
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Die Klimakrise rückt in den Schwerpunkt


Dasjenige letzte Tageslicht verschwindet im Ozean, aus den Boxkampf schallt griechische Musik, Stimmengewirr wabert droben den Strand an dieser Costa Navarino in Griechenland. Am Rande wird sogar Sirtaki getanzt. Zwischen den mehr qua 400 angereisten Touristikern steht dieser Vorsitzender des Deutschen Reiseverbandes: Norbert Fiebig. Er lacht, genießt sichtlich dasjenige Networking und die gute Stimmung an diesem Abend hinauf dieser DRV-Jahrestagung. Es ist dasjenige erste reale große Verbandstreffen seitdem Beginn dieser Weltweite Seuche.

Ein Hauch von Normalität, die tief fehlte – ebenso, wenn die strengen Hygieneregeln wie 2G und Maskenpflicht in Innenräumen dass …, dass Corona noch tief nicht vorbei ist und damit ebenso die Herausforderungen für jedes die Reisebranche weitläufig bleiben. Doch Fiebig erscheint weitaus optimistischer qua noch vor einigen Monaten: „Dasjenige Licht am Finale des Tunnels wird heller. Wir nötig haben zwar noch keine Sonnenbrille, trotzdem wir können es sehen“, sagt er.

Noch im Frühling lag dieser Tourismus unter – Schuld waren Beherbergungsverbote, Quarantänevorschriften und Besorgnis vor Infektionen. Doch seitdem dem warme Jahreszeit entlädt sich die aufgestaute Reiselust, gerade Deutschland und Ziele am Mittelmeer profitieren. Wenige Wochen weit lag dasjenige Buchungsaufkommen sogar spürbar droben dem Niveau von 2019, teilte dieser DRV mit.

Neben Spanien war Griechenland diesen warme Jahreszeit dasjenige gefragteste Reiseziel Europas. Während dieser grenzüberschreitende Flugverkehr in Europa im Juli und August erst 40 v. H. des Niveaus vom Vorkrisenjahr 2019 erreichte, waren es in Griechenland 86 v. H.. Wenige beliebte Destinationen wie die Inseln Mykonos und Santorin verzeichneten im August sogar mehr Gast qua im bisherigen Rekordjahr 2019.

Nun kehren immer mehr beliebte Fernreiseziele hinauf die touristische Landkarte zurück: Nachdem die USA ihre Leckage für jedes Touristen ab November ankündigten, steigt die Buchungskurve steil an.

Führt dieser Weg ergo zurück zur alten Reisenormalität? Nein, dasjenige wäre eine Sackgasse – da sind sich Expertinnen und Experten sowie die Reisebranche einig. Denn mit dieser Freude droben die steigenden Buchungszahlen rückt dasjenige Themenbereich Klimakrise wieder in den Vordergrund. Und die stellt eine noch größere Herausforderung für jedes die Reisebranche dar qua dasjenige Virus.

Menschen vormachen in Tel Aviv-Jaffa (Israel), um die Staats- und Regierungschefs dieser Welt aufzufordern, Maßnahmen zur Umpolung des Klimawandels zu ergreifen und die Nutzung fossiler Brennstoffe zu verfertigen. © Quelle: Ariel Schalit/AP/dpa

„Welcher Tourismus ist taktgesteuert Verursacher und Betroffener des Klimawandels“, sagt Harald Zeiss, Professor für jedes Nachhaltigkeit und Tourismus an dieser Hochschule Klebstoff. So ist dieser weltweite Tourismus zuständig für jedes rund 8 v. H. dieser globalen Treibhausgasemissionen. Die Nachsteigen des Klimawandels wie Trockenheit, Hitzewellen, Waldbrände, die Korallenbleiche und Hochwasser wiederum bedeuten erhebliche Umsatzeinbußen. Wo dieser Tourismus die einzige Einnahmequelle ist, trifft es Menschen gerade rigoros. Mit Hinblick hinauf den Schutz des Klimas sei in den vergangenen Jahren schlichtweg zu wenig passiert.

Alternativen nebst Flugzeugen

Zweitrangig DRV-Vorsitzender Fiebig blickt selbstkritisch hinauf seine Gewerbe: „Bisher nach sich ziehen wir gesagt: Mit Reisen sind Emissionen verbunden, trotzdem lasst uns die positiven Effekte des Reisen dagegensetzen. Reisen steht für jedes kulturellen Zwiegespräch, für jedes Wertschöpfung, es schafft weltweit viele Arbeitsplätze und ermöglicht vor allem ebenso Schwellen- und Entwicklungsländern Teilhabe an Wohlstand und gesellschaftlicher Weiterentwicklung. Dasjenige was auch immer bleibt richtig – trotzdem es reicht nicht mehr.“

Dasjenige A und O zur Reduzierung negativer Nachsteigen des Tourismus ist die Mobilität – denn dieser Löwenanteil dieser Treibhausgasemissionen entsteht nebst dieser An- und Abreise: „Nebst einer durchschnittlichen Flugreise – hinauf dieser Mittel- oder Langstrecke – entfallen 80 v. H. dieser Kohlenstoffdioxid-Emissionen hinauf den Flugreise, dasjenige Hotel schlägt mit etwa 15 v. H. zu Buche“, sagt Zeiss. Eine einzelne Flugreise kann quasi dasjenige Jahresbudget an Emissionen eines Durchschnittsmenschen schon passieren.

Hinaus dem Weg zum klimafreundlicheren Reisen sind aus Sicht des DRV von dort die weitere Modernisierung dieser Flugzeugflotten, optimierte Flugrouten sowie vor allem dieser Kapitaleinsatz von synthetischen Kraftstoffen aus nachhaltigem Strom entscheidend. „Die Politik muss durch eine klare Weichenstellung zu diesem Zweck sorgen, dass die Entwicklungen in diesem Domäne schneller vorangetrieben werden“, fordert DRV-Vorsitzender Norbert Fiebig.

Dirk Schleimaal, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Reiseverbandes (DRV) und Vorsitzender Norbert Fiebig nebst dieser DRV-Jahrestagung in Griechenland. © Quelle: DRV/Marcel Kautz

Letzter Schrei werden schon elektrisch betriebene Flugzeuge entwickelt, wirklich vordringlich nur im Kleinformat für jedes kurze Verwässerung. Noch länger wird wohl die Weiterentwicklung von wasserstoffbetriebenen Flugzeugen dauern – hierfür zu tun sein neue Maschinen geschaffen werden. Airbus will zwar 2035 ein erstes Prototyp herausbringen, für jedes vereinen Transatlantikflug wird es trotzdem noch nicht probat sein. Dasjenige synthetische Kerosin hat den Vorteil, dass es in allen bestehenden Turbinen verwendet werden kann.

Die nachdem Betreiberangaben erste Einteilung, die solchen Treibstoff in industriellem Pegel herstellen kann, ist im zehnter Monat des Jahres im emsländischen Werlte ans Netzwerk gegangen. Er wird aus Wasser, erneuerbarem Strom, Unrat-Kohlenstoffdioxid aus Lebensmittelresten sowie Kohlenstoffdioxid aus dieser Umgebungsluft hergestellt. Erster Nachrichten ist Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa. Dasjenige Problem: Die Einteilung produziert eine Tonne klimaneutralen Kraftstoff pro Tag – und dasjenige ist nur ein sehr, sehr dicker Teppich Teil des benötigten Kraftstoffs hinauf dem Weg zum klimaneu­tralen Flugverkehr. Einzig ein Airbus A380 verbraucht hinauf einem einzigen Transatlantikflug von Frankfurt/Oder nachdem New York etwa 115 Tonnen Kerosin. Um mehr klimaneutralen Kraftstoff herzustellen, bräuchte es sehr viel größere Anlagen.

Eine weitere Herausforderung des umweltfreundlicheren Fliegens sind die Wert, denn eines nach sich ziehen nicht mehr da sauberen Alternativen zu Kerosin verbinden: Sie sind teurer. Mit rund 5 Euro je Liter liegt dieser synthetische Treibstoff aus Werlte wie spürbar droben den rund 1,85 Euro, die derzeit für jedes herkömmliches Kerosin aufgerufen werden.

Reisen wird teurer werden

Dasjenige werden ebenso die Reisenden zu spüren bekommen – Schutz des Klimas bedeutet ebenso Umstrukturierung. Flugtickets könnten von dort solange bis 2050 in Kombination so teuer werden wie heute, sagt Stefan Gössling. Welcher Professor lehrt unter anderem an dieser Universität Lund in Südschweden und beschäftigt sich mit nachhaltigem Tourismus. „Die Tickets wären dann trotzdem immer noch nicht viel teurer qua vor 20 Jahren, denn die Preise sind seither stark gesunken.“ Durch Billigflüge wie von Ryanair sei die Nachfrage künstlich nachdem oben gejagt worden, so Gössling, denn zum Teil decken die Preise nicht einmal die Benzinkosten, sind ergo subventioniert.

Professor Stefan Gössling lehrt unter anderem an dieser Universität Lund in Südschweden und beschäftigt sich mit nachhaltigem Tourismus. © Quelle: privat

Kritik kommt zu diesem Zweck ebenso vom DRV: „Flüge für jedes 10, 20 oder 30 Euro, wie sie immer wieder grell angepriesen werden, dasjenige geht weder noch!“, sagte Vorsitzender Fiebig. Welcher DRV fordere von dort ebenso eine „Contra-Dumping-Regulation hinauf EU-Schicht“, damit Flugtickets nicht zu einem Preis unterhalb dieser anwendbaren Steuern, Zuschläge, Entgelte und Gebühren verkauft werden die Erlaubnis haben.

Mehr Triebfahrzeug, weniger Segeln

Im Umkehrschluss bedeute dasjenige: Werden Tickets teurer, werde weniger geflogen. Dasjenige sei spornstreichs nötig, sagt Tourismusexperte Gössling. So zeige dieser neue Nachricht des Weltklimarates (IPCC): „Jeder Flugreise und jede Tonne Kohlenstoffdioxid ist zu viel und wird den Klimawandel in den Drei-Klasse-Domäne Rückgrat, in den wir nicht kommen die Erlaubnis haben.“

Ein Umdenken müsse stattfinden: „Viele Reisen werden gemacht, weil sie gewollt sind – nicht, weil sie nötig sind.“ Dasjenige habe Corona wieder einmal gezeigt. „Es nach sich ziehen kaum Geschäftsreisen stattgefunden, und die globale Ökonomik ist trotzdem nicht kollabiert“, so Gössling.

Und nicht jede Urlaubsreise sei untergeordnet von einem Flugreise. Inlandsflüge könnten gerade leichtgewichtig durch Zugfahrten ersetzt werden, dasjenige gelte ebenso für jedes Reisen intrinsisch Europas. Dessen ungeachtet: Die Rahmenbedingungen müssten stimmen. So dürfe Segeln nicht billiger sein qua Bahnfahren. Außerdem fordert Gössling ein Hochgeschwindigkeitsnetz dieser Triebfahrzeug in ganz Europa. „Wenn die Züge nicht mehr da 250 Stundenkilometer gondeln könnten, dann wäre sozusagen jede Urlaubsdestination in einer Entfernung von solange bis zu 1500 Kilometer intrinsisch von sechs Zahlungsfrist aufschieben erreichbar.“ Damit wäre die Reise mit dem Zug sozusagen überall eine echte Auswahlmöglichkeit.

Laut einer aktuellen Greenpeace-Studie, die sich mit Bahnalternativen zu Kurzstreckenflügen in Europa beschäftigt, wäre dieser Umstieg letzter Schrei nebst einem Drittel dieser 150 wichtigsten Flugverbindungen möglich. Zusammenhängen etwa Hauptstadt der Niederlande–Frankfurt/Oder (drei Zahlungsfrist aufschieben und 53 Minuten), Venedig–Neapel (fünf Zahlungsfrist aufschieben und zehn Minuten) und Hamburg–München (fünf Zahlungsfrist aufschieben und 48 Minuten).

Andernorts sieht es Greenpeace zufolge noch finster aus: So habe etwa dieser Eurotunnelbetreiber Eurostar seine Tunnelzüge zwischen London und Paris sowie zwischen London und Hauptstadt der Niederlande via Hauptstadt von Belgien spürbar reduziert. Und hinauf dieser Strecke Frankfurt/Oder–Lyon, einer wichtigen Verbindungsachse zwischen Deutschland und Französische Republik, fährt nur ein Direktzug pro Tag. Nachtzüge und kurze grenzüberschreitende Triebfahrzeug- und Busverbindungen seien teilweise sogar in Gänze eingestellt worden – wie zwischen Portugal, Italien und anderen Ländern.

Länger unterwegs durch schöne Landschaften: Reisen mit den Nachtzug.

Wer sich ergo gegen dasjenige Segeln und für jedes die Triebfahrzeug entscheidet, muss hinauf etlichen Verwässerung mit einer langen Reisezeit und mehreren Umstiegen rechnen. Neben mehr Direktverbindungen pocht Greenpeace so gesehen ebenso hinauf die In-Kraft-Treten und Wiederbelebung wenig genutzter Zugstrecken für jedes Tag- und Nachtverbindungen und die Aufstockung dieser Mittel für jedes ein besseres Eisenbahnsystem durch die EU.

Tourismusexperte Zeiss befürchtet, dass die Corona-Weltweite Seuche für jedes den Zusatz klimafreundlicher Alternativen nicht ohne Rest durch zwei teilbar förderlich war. „Die Weltweite Seuche hat die Menschen zwar nachdenklicher gemacht. Durchaus nach sich ziehen die Regierungen sehr viel Geld in die Bekämpfung dieser Weltweite Seuche investiert.“ Dieses Geld fehle nun für jedes den Umstrukturierung in dieser Wirtschaft und dieser Lobby.

Parat für jedes mehr Nachhaltigkeit?

Hier schließt sich die nächste Frage an: Sind die Reisenden zur Hand zu diesem Zweck, ihr Verhalten zu ändern? Dasjenige Umdenken habe begonnen – es sei durch die Corona-Krisis sogar beschleunigt worden, sagt Zeiss. „Ein Teil dieser Reisenden hat während dieser Weltweite Seuche dasjenige eigene Verhalten hinterfragt und festgestellt, dass es in dieser Vergangenheit nicht immer so sinnvoll war.“

Nachhaltigkeitsexperte Prof. Dr. Harald Zeiss arbeitet unter anderem an dieser Hochschule Klebstoff. © Quelle: Hochschule Klebstoff

Durchaus klaffen zwischen Wunsch und Wirklichkeit noch Welten, wie eine aktuelle vom DRV in Auftrag gegebene Forsa-Umfrage zeigt: Hier sagten zwar 62 v. H. dieser 1000 Befragten, dass Klimafreundlichkeit nebst einer Reise wichtig für jedes sie sei. Doch nur 23 v. H. gaben an, sich schon konkret darüber informiert zu nach sich ziehen, wie sie ihre Reise möglichst umweltschonend gestalten können.

„Wir qua Reisebranche tragen Verantwortung zu diesem Zweck, die Kundinnen und Kunden mitzuziehen“, so DRV-Vorsitzender Fiebig. Geschehen soll dies nicht zuletzt durch Transparenz: „Wir werden Reisen mit einem nachvollziehbaren CO-Vertiefung versehen“, sagte DRV-Vorsitzender Norbert Fiebig. Jeder Nachrichten und jede Kundin solle damit schon vor dieser Buchung wissen, welchen ökologischen Fußabdruck die eigene Urlaubsreise verursache und welchen Mitwirkung daran die Anreise, die Unterkunft und mögliche Aktivitäten vor Ort hätten.



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