Wednesday, December 8, 2021
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BU: “Viel Preisspielraum nachdem unten besteht nicht mehr“


Foto: Assekurata

Lars Heermann, Assekurata

Wie stabil bleiben die Beiträge in jener BU-Versicherung, wenn zum 1. Januar 2022 jener Garantiezins in jener Lebensversicherung sinkt? Cash. sprach mit Lars Heermann, Bereichsleiter Prüfung und Ordnung für Assekurata, hoch die Verfolgen jener Garantiezinssenkung und ein neues Verfahren jener Kölner Rating-Büro eines Agenten zur Kontrolle jener Beitragsstabilität in jener BU-Versicherung.

Es gibt ja schon unterschiedliche Bewertungsansätze z. Hd. die Ordnung jener Beitragsstabilität jener Berufsunfähigkeitsversicherer. Sie nach sich ziehen verschmelzen neuen Verfahrensweise zusammen mit dem Institut z. Hd. Finanz- und Aktuarwissenschaften (ifa) aus Ulm entwickelt. Welches sind Ihre Beweggründe hierfür gewesen?
Heermann: Im Zusammenhang unseren Überlegungen nach sich ziehen wir uns vor Augen gehalten, dass ein stabiler Zahlbeitrag ein ganz wesentliches Kriterium z. Hd. dasjenige langfristige Kundenvertrauen in die Berufsunfähigkeitsversicherung ist. Im Zusammenhang deutschen BU-Policen spielt in diesem Zusammenhang die Überschussbeteiligung eine besondere Rolle. Lebensversicherer sind aufsichtsrechtlich angehalten, vorsichtig zu kalkulieren. Damit entstehen Überschüsse, welche die Unternehmen in jener Regel dazu nutzen, die Beiträge zu reduzieren. Damit zahlt jener Neuigkeiten nicht die kalkulatorische Bruttoprämie, sondern die um die Überschussgutschrift geminderte Nettoprämie. Die Höhe jener Überschussbeteiligung steht durchaus unter Risiko, da sie nicht garantiert werden darf. Genau hier setzt unser Bewertungsverfahren an, während es die Gefahr einer Beitragssteigerung schon im Vorhinein abschätzt. Dies ist ein komplexes Unterfangen, weil die potenziellen Beweggründe z. Hd. eine Überschusssenkung vielschichtig sind. Zu Gunsten von den einzelnen Vermittler ist dies von lateral keiner abschätzbar, denn verschiedene Ursachen können zu einer Erhöhung jener Zahlbeiträge z. Hd. die Versicherten resultieren, die davon zumeist völlig unvorbereitet getroffen werden. Um gefährdete Tarife frühzeitig zu wiedererkennen, nach sich ziehen wir verbinden mit ifa dasjenige neue Verfahren entwickelt.

Welches ist dasjenige Neue an Ihrem Normal und wie funktioniert dasjenige Verfahren?
Heermann: Wir schauen uns für jener Prüfung nicht mehr da drei Bereiche an, die z. Hd. die langfristige Beitragsstabilität relevant sind: Die Kalkulation des einzelnen BU-Tarifs, den insgesamt vorhandenen BU-Vorrat und die übergeordnete Ertragskraft des Anbieters. In jedem Teilbereich steckt dann jener Teufel im Detail. Z. B. sollte sich ein Versicherer schon für jener Tarifkalkulation mit den versicherungsmathematischen Anforderungen an verschmelzen langfristig stabilen Nettobeitrag auseinandersetzen. In Verbindung stehen eine professionelle Herleitung jener zugrunde liegenden Kalkulationsannahmen sowie umfangreiche quantitative Analysen und Profit-Tests. Zu Gunsten von die Einschätzung dieser aktuariellen Fragestellungen greifen wir aufwärts die Expertise von ifa zurück. Daneben sollte jener BU-Lieferant sorgfältig in seinen Antrags- und Leistungsprozessen wirken, um dasjenige Versichertenkollektiv langfristig zu schützen. Wenn ein Unternehmen etwa in jener Vergangenheit besondere Aktionen durchgeführt hat, die verschmelzen Versicherungsschutz mit vereinfachter Gesundheitsprüfung ermöglichten, hat es sich womöglich Risiken in den Vorrat geholt, die die Beitragsstabilität aufwärts stark Sicht gefährden können. Umso wichtiger ist dann ein engmaschiges versicherungstechnisches Rechnungsprüfung. Nicht zuletzt ist es z. Hd. die Beitragsstabilität entscheidend, dass die Kapitalanlageergebnisse und sonstigen Ertragsquellen ewiglich befriedigend sind – Stichwort Querverrechnungsgefahr. Zu Gunsten von jedes Einzelkriterium in den drei Teilbereichen nach sich ziehen wir objektive Bewertungsanforderungen definiert, an denen sich ein BU-Lieferant messen lassen muss.

Stichwort Unbefangenheit: Wie wertfrei, unvoreingenommen und transparent ist dasjenige Verfahren und wieviel Kraft nach sich ziehen die Versicherer aufwärts dasjenige Prüfverfahren? In welche Fakten bzw. Bereiche erhalten Sie hierbei Erkenntnis.
Heermann: Zu Gunsten von unsrige Prüfung können wir nicht solo aufwärts publik verfügbare Fakten zurückgreifen, da ebendiese keine tiefergehende Prüfung zulassen. Von dort fordern wir vom Versicherer sehr viel interner Unterlagen an, zum Beispiel die Meldungen an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, aktuelle Planzahlen sowie Unterlagen zur Tarifentwicklung und zum Bestandscontrolling. Darüber hinaus interviewen wir im Zuge jener Untersuchung Vorstand und Produktverantwortliche, um die gelieferten Fakten ungelegen zu hinterfragen und die vom Versicherer getroffenen Annahmen und Maßnahmen zu diskutieren. Dies ist übrigens nicht zuletzt neu an unserem Verfahren, denn jeder teilnehmende Versicherer muss uns im Rahmen einer interaktiven Prüfung ebendiese internen Fakten zur Verfügung stellen. Nur wenn wir im Zuge jener Prüfung in keinem jener Prüfbereiche gravierende Mängel identifizieren, zertifizieren wir den entsprechenden Tarif mit unserem Qualitätssiegel. Dieses ist 24 Monate perfekt, spätestens dann muss eine Folgeprüfung erfolgen. Gleichermaßen wenn die Prüfung von alleine voluntaristisch ist, kann jener Versicherer null Kraft aufwärts die Ordnung und die Beschlussfassung nehmen. Ebendiese nehmen ausschließlich Assekurata und ifa verbinden vor.

Die heutigen BU-Tarife sind Hochleistungsprodukte aufwärts einem Top-Niveau. Deshalb ist jener Preis mittlerweile so hoch, dass sich viele Kunden die händeringend benötigte Sicherung keiner mehr leisten können. Welches hat den BU-Sicherheit in den vergangenen Jahren so verteuert? Welches sind die Preistreiber? Und welches unternehmen die Versicherungsgesellschaften, um die Beiträge stabil zu halten?
Heermann: In jener Tat ist die deutsche BU-Versicherung qualitativ hochklassig, wohl damit nicht zuletzt hochpreisig. Neue bedingungsmäßige Zusatzleistungen tun ihr Übriges, zum Beispiel z. Hd. Invalidität oder schwere Krankheiten. Um z. Hd. die vermeintlich guten Zielgruppen wie Akademiker oder Büroangestellte preislich weiterhin begehrt zu sein, reagieren viele Versicherer mit einer stärkeren Spreizung jener Berufsgruppen oder einer Verlängerung ihrer Tarifierungsmerkmale. Speziell z. Hd. junge Menschen mit geringem Haushalt kommen zunehmend nicht zuletzt Einsteigertarife mit fühlbar reduzierten Starterprämien an den Markt. Vermehrt beobachten wir nicht zuletzt eine weitere Spezialisierung des BU-Angebots in verschiedene Tariflinien mit unterschiedlichen Leistungsniveaus.

Es gibt immer wieder den Vorwurf, dass die BU-Beiträge einiger Lebensversicherer fühlbar zu günstig kalkuliert wären. Wie sehen Sie dasjenige? Wie scharf nach sich ziehen die Gesellschaften mittlerweile die Beiträge kalkuliert und gibt hier noch Spielräume?
Heermann: Hier kommt es stark aufwärts den Lieferant, den Tarif und die individuelle Kundensituation an. Die Preisunterschiede im Markt sind immens und längst nicht nicht mehr da Angebote lassen sich pauschal qua günstig einordnen. In den Top-Berufsgruppen ist dasjenige divergent, hier buhlen viele Lieferant mit geringeren Beiträgen um die besten Risiken. Hiermit stellen wir verspannt, dass die Risikoeinstufung mehr und mehr nachdem individuellen Merkmalen eines Kunden vorgenommen wird, zum Beispiel Personalverantwortung, Bürotätigkeit, Bildungsabschluss oder Rauchverhalten. Viel Preisspielraum nachdem unten besteht wohl wenngleich nicht mehr.

Die Krauts Aktuarvereinigung hat kürzlich eine neue BU-Tisch vorgestellt. Welche Verfolgen dürften die z. Hd. die Kalkulation jener BU-Tarife nach sich ziehen?
Heermann: Die neuen BU-Tafeln jener DAV tragen den tatsächlichen Leistungsverschiebungen oppositionell den bisherigen Tafeln Zeche, die noch aus dem Jahr 1997 mit einem Datum versehen. Z. B. treten mittlerweile insbesondere für Frauen erheblich mehr Leistungsfälle aufgrund psychischer Erkrankungen aufwärts. Demgegenüber ist die Wahrscheinlichkeit einer Berufsunfähigkeit für Menschen hoch 40 Jahre geschlechterübergreifend gesunken. Direkte Auswirkungen aufwärts dasjenige Preisniveau jener Tarife im Markt erwarten wir aus den neuen Tafeln nicht, da die Beitragskalkulation von einer Vielzahl verschiedener Variable abhängt. Hiermit verwenden Versicherer neben den DAV-Tafeln noch andere Fakten, die mehrfach aufwärts den eigenen individuellen Bestandsmerkmalen basieren.

Welche Konsequenzen dürfte die geplante Rechnungszinssenkung z. Hd. die Beiträge in jener BU-Versicherung nach sich ziehen? Es gibt Gesellschaften, die erwarten Preissteigerungen zwischen zehn solange bis 15 von Hundert z. Hd. gewisse Altersgruppen. Andere sehen dagegen kaum Auswirkungen aufwärts die BU-Beiträge.
Herrmann: Jener zulässige Höchstrechnungszins wird zum 1. Januar 2022 von 0,90 von Hundert aufwärts 0,25 von Hundert sinken, so dass die Versicherer ihre BU-Tarife neu kalkulieren sollen. Wir erwarten daraus z. Hd. Neuabschlüsse verschmelzen Beitragsanstieg von mittelmäßig fünf solange bis zehn von Hundert. Dieser betrifft zunächst den Bruttobeitrag, darum die kalkulatorische Schicht. Jener Bruttobeitrag reduziert sich wohl gerade eben durch die Überschussbeteiligung. Dass ein Versicherer die Überschüsse parallel erhoben, würde man den geringeren Rechnungszins im Nettobeitrag kaum solange bis keiner wiedererkennen. Lediglich die Spanne zwischen Brutto- und Nettobeitrag wäre dann größer qua bisher. Zur Diskussion stehend ist natürlich, ob sich jener Versicherer die höheren Überschüsse dann nicht zuletzt tatsächlich aufwärts Dauer leisten kann. Genau dasjenige wollen wir für jener Prüfung jener Beitragsstabilität herausfinden.

Dies Interview führte Cash. Redaktor Jörg Droste



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