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Botho Straus Die Mobel

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Botho Strauß’ “Leichtes Spiel” ist ein Brocken, an dem sich mehrere Generationen die Zähne ausbeißen können. Angesichts des immensen Aufwands an Menschen und Material, der für die dreieinhalbstündige Münchner Äquilibristik getrieben wird, muss man sagen, dass ein simpler Rotstift es vielleicht auch schon getan hätte. Und auch das, was Sie zum Verfall der Dialketik heute anführen, sagt er, ist keineswegs ein Spezifikum unserer Zeit. Ist Ihnen klar, daß in den Jahren, bevor Adorno die »Minima Moralia« geschrieben hat, der Dialektische Materialismus den Stalinismus samt Hitler-Stalin-Pakt hervorgebracht hat?

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Schluß, das offene Ende, durch das wir denken und atmen können. Kurzessays über literarische, philosophische Tradition und über die eigene Arbeit des Schreibens bringt das Kapitel »Schrieb«. Da wird nachgedacht über Heidegger, Valery, Adorno, Ernst Jünger und Foucoult; daneben stehen kurze programmatische Äußerungen zur Literatur.

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Statt dessen hat Adorno das einzig Richtige getan und ihr zu neuem Recht verholfen, eben indem er sie radikalisiert hat. Und mutig, sagt die Freundin, ist an dem Buch überhaupt nichts. Denn Strauß redet nur über seine Sehnsucht nach einer neuen verbindlichen Form; er plädiert nur für eine Kunst, »die sich noch einmal den heiklen Forderungen des Symbolischen stellt«, anstatt sich an dieser Forderung wirklich selbst zu versuchen. Schauen Sie sich dagegen Handke an, der arbeitet an etwas, setzt sich dem Risiko von Peinlichkeit und Mißlingen tatsächlich aus und überzieht einen nicht mit Feuilleton-Leitartikeln.

Fast sein gesamtes Ensemble hat Dieter Dorn aufgeboten für das Ereignis der Saison am Bayerischen Staatsschauspiel. Neben einer Live-Band, welche die Schwellen zwischen den Szenen mit einem etwas staubfreien Groove polstert, bevölkert ein Heer dienstbarer Hausgeister Bühne und Programmheft. Zu den Freunden spreche ich dann von Mut, um meine Faszination zu vermitteln, von einem Mut des Autors, sich auszusetzen mit Positionen, die S.234 jenseits des jederzeit griffbereiten, arrivierten Kritik-Konsenses liegen.

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Oder ihr habt schon Vorkenntnisse und wollt die
sicherheitshalber auffrischen? Dafür gibt es eine Stunde vor Party-Beginn
ab 19 Uhr einen Schnupperkurs. Doch seine verfahrene Liebesgeschichte endet, wie auch manch reale, therapeutisch hoffnungslose Unverträglichkeit der Charaktere, mit einer Trennung der schlagenden Verbindung. Nicht nur an schierer Hysterie mag es liegen, daß Kurse zur Selbstverteidigung bei Frauen neuerdings gefragt sind. Straßenszenen, wie von Verena Stefan beschrieben, werden vielfach in Frauengruppen diskutiert (und womöglich durch eine verstörte Erwartungshaltung von ihnen provoziert). Erfährt, daß derjenige, dem es am meisten Gefühle entgegenbringt, auch derjenige ist, der ihm körperliche Schmerzen bereitet.

Sei­ne Frau aber stand an der nack­ten Wand, lehn­te mit dem Rücken an, und ihr ge­gen­über, eben­falls mit dem Rücken an die Wand ge­lehnt, stand ein Mann, den er nie zu­vor ge­se­hen hat­te. Der Jugendwettbewerb bietet Menschen ab 14 Jahren die Möglichkeit, eine
Performance zu erarbeiten und diese auf der Bühne des Theaters zu
präsentieren. Sechs Gruppen wurden im Herbst für das regionale UNART-Finale
in Dresden ausgewählt.

Rainald Goetz über Botho Strauß: »Paare, Passanten«

Das »Dickicht des Lebendigen« wird dargestellt und endlich einmal nicht auf den längst vertrauten kritischen Wegen flink durchquert. Und das schutzlose Pathos der Sprache ist wie eine Antwort auf das gefühlige Geschwätz der Szene und zugleich auf die widerstandslose Perfektion vieler neuer Bücher. Sowenig die harmlos dummen Zwischenrufe mit dem Stück von Botho Strauß zu tun hatten, so sehr legte sich die »Polizeiaktion« wie ein satirischer Würgegriff um die Aufführung. Inge Paust zeigt besondere Fotos aus Sachsen in einer digitalen Fotoshow auf Leinwand und erzählt von Ihren Reiseerlebnissen. Gemeinsam mit Bailathea aus Görlitz geht es durch eine
durchtanzte, berauschende Salsa-Nacht. Ihr habt Salsa höchstens als
würzige Sauce im Schrank stehen und wisst darüber hinaus nicht, was es
mit Tanz auf sich hat?

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Johnny Cash gehört zu den Denkmälern der populären Musik. Der Schauspieler Bastian Semm fühlt sich seit frühester Kindheit der Musik von Johnny Cash verbunden und zeichnet nun dessen bewegte Lebensgeschichte unplugged nach. Erleben Sie einen wahrlich besonderen Abend, der sich weder als Cover- noch Tribut-Show versteht, und gewinnen Sie ganz persönliche Einblicke in das Leben und Wirken Johnny Cashs. Auf Einladung eines Songschreibers von Johnny Cash bereiste Bastian Semm den Süden der USA, spielte in Nashville und traf dort Johnny Cashs Sohn John Carter Cash. Als „Klaus Störtebeker“ bei den jährlichen „Störtebeker Festspielen“ auf Rügen und im TV bei „SOKO München“, „Verbotene Liebe“, „Alles was zählt“.

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Diese Autoren schreiben von einem philosophischen Standpunkt aus, von einer auch in Werken niedergelegten Basis, und nicht aus einer ästhetizistisch nostalgischen Stimmung. Wie wär`s mit einem Ausflug in den frühlingsbunten Tierpark Zittau, denn der lädt am Sonntag zum ersten Fest des Jahres, dem Muttertags- und Frühlingsfest ein. Ab 14 Uhr gibt es ein buntes Programm mit Basteln, Hüpfburg, Trampolin und vielen anderen Attraktionen und Angeboten, musikalisch untermalt mit dem fröhlichen Dixieland der LAUSI-SAXER. Der Tierpark freut sich auf einen bunten, unterhaltsamen Nachmittag für die ganze Familie und ganz besonders natürlich für alle Muttis.

Außerdem lernt es, daß es ein moralisches Recht zu schlagen gebe und daß etwas, was ihm wirklich wichtig ist, Gewalt rechtfertige — eine Einstellung, die später durch die Schule und die weiteren Lebensstationen eine aggressive Spur zieht. »Überraschend für manche«, so meint Straus, sei das Ergebnis, daß die Aggression zwischen Mann und Frau keineswegs dem gesellschaftlichen Vorurteil folgt, wonach Gewalttätigkeiten typisch männlich, aber unfeminin seien. Die Wirklichkeit erwies sich dagegen als recht ausgewogen, die Geschlechter zeigten sich in der Kraftmeierei einander ebenbürtig. Der Mann wehrte sich nicht, dachte an Kleinanzeigen mit Züchtigungsangeboten von »unerbittlichen Herrinnen« und entwickelte sogar den Stolz. Am Ende des Exzesses machte sie sich an seiner Hose zu schaffen. »Ich hatte Angst und war deshalb schneller erregt«, berichtet der Ich-Erzähler.

  • Auf der Bühne befindet sie sich in
    grossartiger, musikalischer Begleitung.
  • Denn diese inszenatorische Generalmobilmachung ist auch eine Demonstration gemeinsamer Stärke, ein großer Ruck, mit dem sich das Ensemble neuerlich aufeinander einschwört.
  • Botho Strauß’ “Leichtes Spiel” ist ein Brocken, an dem sich mehrere Generationen die Zähne ausbeißen können.
  • Und unter der Überschrift »Der Gegenwartsnarr« analysiert Strauß seine Reaktionen auf politische Tagesereignisse, auf die Fernsehwelt, auf Atombedrohung, müden Realismus der Bühnen und auf unsere Geschichtslosigkeit.
  • Robert Meyer ist Träger des Nestroy-Rings (1993) und der Kainz-Medaille (1999).
  • Jahrhundert, kamen die Ehepartner einander derart nahe; bis dahin hatten sie eher starr voneinander abgegrenzt, ohne große Liebe und ohne besonderen Haß nebeneinanderhergelebt.

»Dämmer« heißt ein weiterer Abschnitt, der Traumprosa und surreale Phantasien sammelt. Und unter der Überschrift »Der Gegenwartsnarr« analysiert Strauß seine Reaktionen auf politische Tagesereignisse, auf die Fernsehwelt, auf Atombedrohung, müden Realismus der Bühnen und auf unsere Geschichtslosigkeit. Kritische Ablehnung hat gegenüber Zustimmung einen selbstverständlichen, unabweisbaren Vorsprung an Intelligenz. Die Brillanz gescheiter Polemiken bereitet fast sinnliches Vergnügen; je heftiger die Ablehnung, um so unwiderstehlicher der Sog, der ein prachtvolles Argument nach dem anderen auf sich zu ziehen scheint.

Die braunen Tüten gab’s wirklich und auch den Rollstuhlfahrer, den er beschreibt und der sich in den Pornoshop tragen läßt. Der kam ziemlich regelmäßig einmal die Woche mit einem Behindertentransporter, parkte den Rollstuhl vor dem Haus und verschwand für ein, zwei Stunden im Pornokino. Heute ist die schwarze Folie von dem Schaufenster entfernt, und dahinter sitzen fleißige Angestellte einer Krankenkasse vor ihren Computern und lassen sich wie die Affen im nahe gelegenen Zoo von den Passanten bei der Arbeit zusehen. Schräg gegenüber wohnte nämlich Botho Strauß und guckte vormittags immer von seinem Balkon auf die Straße. Nachts sah man ihn manchmal an seinem Arbeitsplatz dicht am Fenster in den PC tippen.

Soziale Veränderungen geben, auch nach den amerikanischen Analysen, vielfach den Hintergrund für häusliche Szenen ab, zum Beispiel, wenn die Frau plötzlich eine Berufstätigkeit aufnimmt. Auch Schwangerschaften wirkten nicht selten krisenauslösend. Und selbst so winzige Veränderungen wie etwa gefärbte Haare bei der Frau provozieren mitunter den Mann, sie zu schlagen. Vor allem aber der große Wandel in der Sexmoral, der, wie Schneider sagt, »einer Revolution gleichkommt und überhaupt noch nicht adäquat verarbeitet worden ist«, brachte beträchtliches Konfliktpotential mit sich.

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Robert Meyer ist Träger des Nestroy-Rings (1993) und der Kainz-Medaille (1999). Geburtstages das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien verliehen. Von 1971 bis 1974 studierte er Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mozarteum in Salzburg. Schon während der Studienzeit trat er am Landestheater Salzburg auf. Gravierender aber ist, dass Strauß sein feines Gehör für den Alltagsjargon verloren hat. Wörter wie “Matchsack” oder “Sperrdifferential” hat er so kunstvoll eingearbeitet in sein Textgespinst wie der Tischler den Wurmstich ins fabrikneue Stilmöbel.

Das Hickhack um die Macht und das Getue mit dem Sex, das Gerangel um die Rollen und der ganze Kuddelmuddel aus (Anti-)Feminismus und (Anti-)Machismus — all das ist offenbar nicht nur auf das untraute Heim beschränkt. Dieses Handikap sahen auch die deutschen Wissenschaftler. »Das Eingeständnis, von einer Frau geschlagen worden zu sein, ist noch stärker tabuiert als das Eingeständnis. Sexuell nicht funktioniert zu haben«, sagt der Berliner Soziologe Claessens. Und der Kieler Bevölkerungsforscher Professor Hans W. Jürgens würde sich »nicht trauen, das von der Meinungsforschung fragen zu lassen, weil das so ein ehrenrühriger Punkt ist«.

Die Ballsportarena Dresden feiert ihr 5-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass gibt es für alle Besucher bei einem „Tag der offenen ARENA“ die Möglichkeit, das Haus besser kennenzulernen. Kommt vorbei und testet euch durch die Sportangebote, nehmt an der Tombola und am Glücksrad teil, lauscht der Blechlawine oder seid bei der Autogrammstunde und beim Kinderschminken dabei. Den ganzen Tag wird ein vielfältiges Bühnenprogramm geboten.

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